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Wissen ist Macht

Text: Nadja Neubig, MPDV
Um nachhaltig effizienter produzieren zu können, brauchen Unternehmen belastbare Kennzahlen aus der laufenden Fertigung als Steuerungselement. Die hohe Kunst besteht dabei darin, aus vielen Daten aussagekräftige und verwertbare Informationen zu generieren.

Nutzgrad, OEE (Overall Equipment Effectiveness), Ausschussrate und Mitarbeiterproduktivität – das alles sind Kennzahlen, mit denen ein Unternehmen die Effizienz der eigenen Fertigung bewerten kann. Aber welche sind die richtigen Kennzahlen? Was ist zu tun, wenn eine Kennzahl nicht das gewünschte Ziel erreicht? Und vor allem: Sind die Datenquellen zur Berechnung der Kennzahlen zuverlässig? Alle diese Fragen sind innerhalb des Themenkomplexes „Management Support“ zu beantworten. Manager und Mitarbeiter in allen Unternehmensebenen brauchen belastbare Informationen in Form von Kennzahlen und Auswertungen, um darauf basierende Entscheidungen zu treffen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Und jede Entscheidungsebene benötigt die jeweils passenden Kennzahlen und Auswertungen.

Den Werker in der Produktion interessieren beispielsweise wirtschaftliche Daten in der Regel nicht, er möchte dagegen Informationen zu der von ihm erbrachten Leistung oder dem produzierten Ausschuss, weil er nur diese Werte direkt beeinflussen kann. Das Management hingegen interessiert sich für übergeordnete Kennzahlen, aus denen sich die aktuelle Produktivität und weiterführend die Wettbewerbsfähigkeit ablesen lassen. Die Unternehmensziele werden somit über Kennzahlen auf Abteilungen, Arbeitsbereiche und Zielgruppen heruntergebrochen.

Ursache und Wirkung

Nackte Kennzahlen alleine helfen jedoch nicht, nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Es kommt zudem auf eine passende Darstellung und die Kenntnis der Zusammenhänge an. Hierzu ein Beispiel: Bemerkt ein Fertigungsleiter einen Rückgang des OEE, so kann dies wegen der Berechnung dieser Kennzahl unterschiedliche Ursachen haben. Dazu ist ein Blick auf die Formel zum OEE nötig: Verfügbarkeit * Qualität * Leistung. Ein sinkender OEE kann im Wesentlichen drei Ursachen haben: weniger Produktivität (häufige Maschinenstillstände und somit weniger Hauptnutzungszeit als geplant), schlechtere Qualität (mehr Ausschuss) oder weniger Effektivität (im Schnitt längere Zykluszeiten als geplant). MES-Systeme stellen komplexe Zusammenhänge dieser Art meist durch Diagramme summarisch sowie für die einzelnen Faktoren dar und unterstützen somit die Ursachenforschung.

Kriterien für Kennzahlen

Für eine konsistente Kommunikation über alle Unternehmensebenen müssen die genutzten Kennzahlen auf einer gemeinsamen Datenbasis aufbauen. Die mit einem MES erfassten Daten werden daher verdichtet, mit anderen Daten kombiniert und zielgruppengerecht als Kennzahlen angezeigt. So sieht der Werker direkt die produzierte Menge und sein Meister den OEE, der daraus und aus anderen Daten berechnet wurde. Zudem ist die Aktualität der ausgewerteten Informationen von Bedeutung. Zeitraumbezogene Kennzahlen sind in der Regel erst nach Ablauf des jeweiligen Intervalls aussagekräftig, wohingegen Echtzeitkennzahlen zu einem beliebigen Zeitpunkt betrachtet werden können.

Ansichtssache

Je nach Anwendungsbereich empfiehlt sich auch die Nutzung unterschiedlicher MES-Anwendungen zur Darstellung von Kennzahlen. MPDV bietet hierfür im Hydra Office Client detaillierte Auswertungen von Ausschussquote, Prozessfähigkeit oder Mitarbeiterproduktivität. Für den mobilen Einsatz direkt in der Fertigung und den schnellen Überblick über Nutzgrade sowie Produktionsstillstände bietet MPDV mit den Smart MES Applications die passenden Werkzeuge zur Nutzung auf Smartphones oder Tablets. Das MES-Cockpit dagegen ermöglicht eine übergreifende und langfristige Planung und Beobachtung im Management: Hierzu bieten sich sowohl zeitliche Betrachtungen von Beleggrad- und Rüstgraden als auch Vergleiche unterschiedlicher Abteilungen beziehungsweise Werke an.

Der Blick über den Tellerrand

Spätestens mit dem Eintritt in das Industrie-4.0-Zeitalter reicht es nicht mehr aus, sich bei der Betrachtung von Effizienz rein auf die Produktion an sich zu beschränken. Es müssen Daten aus anderen Systemen mit denen aus dem MES zusammengeführt werden, um einen ganzheitlichen Blick auf das große ­Ganze zu erlangen. Nachhaltige Managemententscheidungen brauchen aussagekräftige Auswertungen und Kennzahlensysteme. Basis dafür sind integrierte MES-Lösungen mit standardisierten Schnittstellen als zentrale Informations- und Datendrehscheibe.

Denn das Wissen eines MES verleiht dem Fertigungsleiter und seinen Mitarbeitern die Macht, die Produktivität zu beeinflussen. Mit einem integrierten MES-System wie Hydra von MPDV sichern Unternehmen nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit und legen den Grundstein für Industrie 4.0. Daher ist Management Support auch ein wichtiger Baustein des Zukunftskonzepts MES 4.0, welches heute schon die Anforderungen ­zukünftiger Fertigungsstrategien zusammenfasst.

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