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„Wir denken nicht in Quartalen, sondern in Generationen“

Text: Fragen & Foto: A&D
Eine der großen Herausforderungen inhabergeführter Unternehmen ist die Nachfolge. Philip Harting, Vorstand Connectivity & Networks bei Harting, spricht aus der Sicht der nachfolgenden Inhabergeneration.
A&D:

Herr Harting, Unternehmensnachfolge ist eine der größten Herausforderungen inhabergeführter Unternehmen – warum?

Philip Harting:

Unsere Familie trägt eine große gesellschaftliche Verantwortung. Wir sind in Espelkamp mit mehr als 1700 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber. Wir tragen zur Sicherung und Förderung der lokalen Kultur, der Wirtschaft und des Sportes bei und sind nicht zuletzt Image-Träger der Region. Meine Eltern haben die Herausforderung der Nachfolge gut gemeistert, indem sie meine Schwester und mich für das Unternehmen gewinnen konnten. Als ich noch in der Schule war, wusste ich schon ziemlich genau, dass ich in das Unternehmen Harting einsteigen wollte. Die Themen haben mich begeistert und die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Technik hat mich interessiert. Das war bei meiner Schwester genauso.

Was sind aus Ihrer Sicht die Vorteile inhaber- im Vergleich zu managementgeführten Unternehmen?

Wir denken nicht in Quartalen, sondern in Generationen. Somit denken wir langfristig. Das ist ein zentraler Unterschied. Darüber hinaus stelle ich immer wieder fest, dass wir eine hohe Identifikation im Kreis der Mitarbeiter mit dem Unternehmen haben. Wir haben Mitarbeiter, die 20, 30 oder auch 40 Jahre im Unternehmen beschäftigt sind, die uns vertrauen und die unsere Verlässlichkeit und Stabilität zu schätzen wissen.

Gibt es auch Nachteile?

Wenn man länger im Unternehmen angestellt ist, kann eine Betriebsblindheit eintreten. Zum anderen muss man offen für Neues sein, neue Wege gehen. Tradition ist bei uns sehr wichtig. Aber sie ist nur dann hilfreich, wenn sie sich auch in der Zukunft bewährt.

Aus Ihrer persönlichen Sicht: Was sind die größten Herausforderungen für die nachfolgende Inhabergeneration?

Für uns geht es darum, den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Wir werden weiter internationalisieren. Wir werden weitere Produktionsstätten aufbauen oder vorhandene ausbauen, zum Beispiel in China oder Indien. Wir sehen, dass wir unsere Planungsprozesse intern schneller und flexibler anpassen müssen. Die Basis für all dies sind die Mitarbeiter. Eine große Herausforderung ist es, die richtigen Mitarbeiter zu finden, die die richtige Qualifikation und Einstellung mitbringen und Herausforderungen meistern.

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