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„Mittelstand muss Digitalisierung offensiv angehen“: EU-Kommissar Günther H. Oettinger informierte sich bei Pilz über den Stand von Industrie 4.0 im Mittelstand. Susanne Kunschert (geschäftsführende Gesellschafterin Pilz ), Thomas Pilz (geschäftsführender Gesellschafter Pilz ), Renate Pilz (Vorsitzende der Geschäftsführung Pilz ), Günther H. Oettinger (EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft), Guido Wolf (MdL) sowie Andreas Deuschle (MdL) (v.l.n.r.) Bild: Andy Ridder
EU-Kommissar bei Pilz

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Politik trifft Industrie 4.0

Industrie 4.0 stand als Thema im Mittelpunkt des Besuchs von Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, beim Automatisierungsunternehmen Pilz in Ostfildern. Am Stammsitz eröffnete er die neue Ausbildungswerkstatt, in der die Fachkräfte für die Industrie der Zukunft qualifiziert werden. Bei seinem Besuch informierte sich Oettinger zudem über Steuerungslösungen für die vernetzte Fabrik. Schließlich gewährte Pilz als produzierendes Unternehmen Einblicke über die Chancen und Herausforderungen für mittelständische Unternehmen beim Thema Industrie 4.0. Begleitet wurde der EU-Kommissar von Guido Wolf sowie Andreas Deuschle, beide Mitglieder des baden-württembergischen Landtags.

Industrie 4.0 in der Fertigung bei Pilz

Günther H. Oettinger besichtigte auch das neue Peter Pilz Produktions- und Logistikzentrum, welches das Unternehmen am Stammsitz Anfang Oktober in Betrieb genommen hatte. Dort fertigt Pilz intelligente Steuerungen, Sensoren und Antriebe für den Maschinen- und Anlagenbau. Dabei setzt das Unternehmen auf digitalisierte Geschäftsprozesse und die Verwendung von Internet-Technik für die Verbesserung seiner eigenen Produktion: Werkstückträger finden bei Pilz dank berührungsloser RFID-Technik automatisch den richtigen Weg zum nächsten Bearbeitungsplatz; Maschinen-Daten werden in der Pilz eigenen Cloud gesammelt und analysiert. So können frühzeitig Zustandsänderungen oder Verschleiß erkannt und Stillstandszeiten verringert werden.

Pilz ist sich den Herausforderungen an die IT-Security durch eine komplett vernetzte Produktion bewusst. Daher hat das Automatisierungsunternehmen in eine umfangreiche Security-Infrastruktur zur Überwachung des gesamten Datenverkehrs investiert. Dazu gehört auch ein eigenständiges Rechenzentrum, das neuesten Standards entspricht. Eine permanente Analyse von Protokoll- und sämtlicher anderer Daten ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Unregelmäßigkeiten. Zusätzlich wurden für einzelne Fertigungsbereiche unterschiedliche Firewall-Systeme installiert, wodurch der notwendige Security-Level je Zone individuell festgelegt werden kann. Ausfälle und Sicherheitsrisiken werden vermieden, das Know-how geschützt.

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