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Interview

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Bei Harting übernimmt die dritte Generation

Philip Harting, Vorstand bei Harting, spricht in A&D über die Generationenfrage im Unternehmen, die deutsche Messelandschaft und das Engagement in China.

A&D: Der Generationsstab bei Harting wechselt ja aktuell. Ist er schon komplett übergeben, Herr Harting?

Philip Harting: Als dritte Generation im Hause sind meine Schwester und ich bereits seit einigen Jahren im Unternehmen aktiv und so arbeiten wir mit der zweiten Generation sehr eng und aktiv zusammen. Jeder hat seine Aufgabengebiete und man ergänzt sich wunderbar: Junge Dynamik gepaart mit den 40 Jahren Berufserfahrung meines Vaters. Das ist ganz wichtig für die Kontinuität aber auch für die weitere Entwicklung. Ich hoffe, dass uns meine Eltern noch lange unterstützen, und so ist deren Ausscheiden nicht in Sicht

Harting ist auf vielen Veranstaltungen präsent. Wie bewerten Sie die Messelandschaft in Deutschland?​

Wir sind seit Anbeginn auf der Hannover Messe dabei und auch auf der SPS IPC Drives seit 15 Jahren groß vertreten. Während die HMI sehr breit aufgestellt ist, legen die Nürnberger einen klaren Fokus auf die Automatisierung – hier wird weitergedacht, kontrovers diskutiert und echte Lösungen werden erarbeitet. Insofern sind diese beiden Messen für uns die wichtigsten in Deutschland, zu denen wir auch unsere Neuheiten vorstellen – in Hannover eher die Steckverbinder, in Nürnberg die Automatisierungstechnik und auch mehr und mehr Software-Lösungen. Daneben gibt es sehr wichtige Leitmessen in Deutschland, wie die WindEnergy oder die Innotrans. Aber die Messelandschaft verändert sich stetig – auch in China entwickeln sich spannende Veranstaltungen.

Harting ist schon lange in China aktiv. Welche Bedeutung hat der chinesische Markt für Sie?​

Aus heutiger Sicht ist China für uns, nach Deutschland, die zweitwichtigste Region. Mittelfristig hat China aber durchaus das Potenzial, für Harting der größte Markt zu werden – so wie er es für die Automobilisten und den Maschinenbau bereits heute ist. Allein das Kaufpotenzial dieses riesigen Binnenmarkts verdeutlicht die Möglichkeiten auch für Anbieter von Automatisierungstechnik. Aber es verändert sich viel: Heute fertigt niemand mehr in China wegen niedriger Lohnkosten. Der Regierung ist es sehr wichtig, dass Arbeitsplätze und Know-how generiert werden. Entsprechend wollen wir gemäß unserer langfristigen Strategie ein verlässlicher Partner vor Ort sein – mittlerweile bereits mit über 500 Mitarbeitern. Diese Ausrichtung können wir durch das 25-jährige Bestehen von Harting in Hong Kong und dem 15. Jubiläum unserer Produktionsgesellschaft in Zhuhai unterstreichen.

Sind die Konjunkturzyklen des chinesischen Markts nicht eine besondere Herausforderung für Mittelständler?​

Das Wirtschaftswachstum ist ja nach wie vor da – wenn auch nicht mehr zweistellig. Also waren wir auch in den vergangenen zwei Jahren in China sehr erfolgreich. Es gibt immer wachsende Branchen und Harting ist breit genug aufgestellt, um konsolidiert in jedem Jahr zu wachsen. Für die kommenden Jahre sehen wir vor allem ein qualitatives Wachstum. Das Preis/Leistungsverhältnis der chinesischen Produkte ist mittlerweile sehr ordentlich und wird immer besser.

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