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Bild: geralt, pixabay
Fünf Prognosen

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Was das Internet der Dinge leistet

Eine der wesentlichen Pfeiler für Industrie 4.0 wird das Internet of Things (IoT) werden. Doch noch sind Defizite bei der Umsetzung zu erkennen. Welche Herausforderungen gibt es – und was für Potenziale stehen dem gegenüber?

Produktivitätssteigerungen in Höhe von insgesamt rund 78 Milliarden Euro sind laut einer Studie des Fraunhofer IAO im Auftrag des IT-Verbandes Bitkom durch Industrie 4.0 allein in sechs volkswirtschaftlich wichtigen Branchen bis zum Jahr 2025 möglich. Weltweit wird das Wirtschaftspotenzial aus höherer Produktivität, verbesserter Energieeffizienz und der Sicherung von Arbeitsplätzen von McKinsey sogar auf 3,7 Billionen US-Dollar beziffert. In Deutschland setzen nach letzten Erhebungen des Bitkom 44 Prozent der Unternehmen bereits Anwendungen ein, die sie Industrie 4.0 zuordnen. Doch noch immer gibt es viele, die zurückhaltend agieren. Die Firma Software hat fünf Trends identifiziert, die Unternehmen vor Herausforderungen stellen, aber auch Potenziale bieten und daher für die Nutzung des IoT sprechen:

1. Das IoT ist ein Katalysator für die Weiterentwicklung der Industrie: Durch die umfassende Vernetzung eröffnet das IoT eine neue Dimension der Datenerfassung. Die Transparenz der gesamten Wertschöpfungskette – von der Produktion bis hin zum Kunden – kann dadurch erheblich gesteigert werden. Es wächst allerdings die Herausforderung, diese Daten gewinnbringend einzusetzen. Laut einer Vanson-Bourne-Studie sind derzeit nur 38 Prozent der Unternehmen in der Lage, Echtzeit-Daten zu nutzen – das sind genau die Unternehmen, die sich an die Spitze neuer Entwicklungen setzen.

2. Automation erschließt neue Umsatzpotenziale und senkt Kosten: Aufbauend auf dem IoT wird die Automation von Fertigungsabläufen ausgeweitet, um höhere Sicherheit, niedrigere Wartungskosten, reduzierte Stillstandszeiten und verbesserten Prozesse zu realisieren. Dieser Trend zeigt sich weltweit.

3. Reshoring nimmt trotz komplexer, globaler Wertschöpfungsketten zu: Der Trend zum Reshoring – also die Rückführung von Wertschöpfung, wie zum Beispiel der Fertigung, in die Ursprungsländer – hält an. Eine Produktion, die näher beim Kunden liegt, ermöglicht individuellere Waren bei kurzen Lieferzeiten. Diese Verlagerung geschieht allerdings nicht von heute auf morgen. Daher bleibt ein gewisser Teil der Wertschöpfungsketten offshore und erfordert genau die Transparenz, die das industrielle IoT bietet.

4. Prozessspezialisten sind Mangelware und äußerst begehrt auf dem Arbeitsmarkt: Mitarbeiter mit Know-how für wertschöpfende Prozesse sind schwer für Arbeitsplätze an den oft entlegenen Industriestandorten zu begeistern. Unternehmen müssen die Attraktivität dieser Arbeitsplätze mittels einer digitalen Arbeitsumgebung und strategischer Verantwortung steigern.

5. Staatliche Finanzspritzen fördern die Zusammenarbeit, sogar zwischen Wettbewerbern: Regierungen finden zunehmend Gefallen daran, IoT-Projekte und -Initiativen finanziell zu unterstützen. So bezuschusst das amerikanische Verteidigungsministerium einen Wettbewerb zwischen Unternehmen, Hochschulen und NGOs, aus dem ein neuer Manufacturing Hub entstehen soll, mit umgerechnet 75 Millionen Euro. Damit sollen Investitionen der Wirtschaft in mindestens der gleichen Höhe angeregt werden. Doch damit ist die Problematik der Vielzahl konkurrierender Standards noch lange nicht behoben. Hierfür müssen weit mehr Unternehmen als bislang kooperieren. Werner Rieche, Geschäftsführer der deutschen Vertriebstochter bei Software, stellt fest: „Bereits vor einigen Jahren hat der Trend begonnen: Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. Alles was vernetzt werden kann, wird vernetzt, und alles was ausgewertet werden kann, wird ausgewertet. Es profitieren die Unternehmen am meisten, die das Potenzial, welches in Informationen steckt, am konsequentesten erschließen. Dazu unabdinglich sind die Integration der Systemwelten, ein Prozessmanagement und Real-Time-Analysen zur Prozesssteuerung.“

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