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Während der Ausgrabungen sieht das Team zu, wie die 3D-Scans von der Software gerendert werden. Mit diesen Scans werden die Ausgrabungen dokumentiert. Bild: Ashley Kruger, Universität Witwatersrand
Tragbare Scanner

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Mit 3D-Scanner unseren Vorfahren auf der Spur

Schwierige Umweltbedingungen, entlegene Winkel – die Archäologie stellt nicht nur die Wissenschaftler, sondern auch die verwendete Technik vor Herausforderungen. Für das Forschungsteam um Lee Berger, Professor für Evolution des Menschen und Public Understanding of Science an der Universität Witwatersrand, waren die Grabungen im Rising-Star-Höhlensystem auf den Spuren des Homo naledis ein Wettlauf gegen die Zeit. Das Problem: Wie erfasst man sensible Fossilien rechtzeitig in der entlegenen Dinaledi-Kammer, bevor der durch Regenfälle steigende Grundwasserspiegel sie beschädigt?

„Wie bei jedem archäologischen Projekt wird der Fundort in dem Moment, in dem man Hand an ihn legt, unwiderruflich verändert“, so Artyom Yukhin, President und CEO von Artec 3D. „Mit der 3D-Scantechnologie können Teams wie das von Lee Berger sichergehen, dass die Umgebungsinformationen detailgetreu erfasst werden, bevor die Fundstelle durch die Ausgrabungsarbeiten verändert wird.“

Um den Prozess zu verkürzen, nutzten die Archäologen den Handscanner Artec Eva sowie die Software Artec Studio 10. Mit dem tragbaren Streiflichtscanner konnten sie in den Höhlen auch schwer zugängliche Bereiche einscannen, die Umgebung visualisieren und den Fundort hochauflösend und mit hoher Farbsättigung dokumentieren. Die so gewonnenen Daten halfen den Wissenschaftlern an der Oberfläche, sich einen Überblick über Fundstellen zu verschaffen, als wären sie vor Ort. So konnten sie auch den Kollegen in den Höhlen präzise Anweisungen geben.

„Das Team lernte in weniger als einer Stunde, mit den Scannern umzugehen“, erzählt Ashley Kruger, Paläontologe an der Universität Witwatersrand. „Durch den Einsatz der Scanner wurde der gesamte Bergungsprozess erheblich verkürzt. Manche Arbeiten, die sonst Stunden dauern würden, beschränkten sich auf wenige Minuten. Bei Projekten wie diesem müssen die Knochen sowohl als eigenständige Objekte als auch im Kontext des Ausgrabungsorts dokumentiert werden.“

1550 Exemplare konnten die Wissenschaftler innerhalb von nur fünf Wochen erfassen. Im Rahmen des Rising-Star-Projekts arbeitet das Team daran, die gewonnen Daten zu analysieren, um die Bedeutung des Funds zu entschlüsseln.

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