Melden Sie sich kostenfrei an, um Artikel vollständig zu lesen...
News und Promotion-Beiträge sind ohne Registrierung kostenfrei zu lesen
Login

Passwort vergessen?
Registrieren
   

Passwort ist zu kurz (mind. 8 Zeichen).
Mit gefälschte Dokumente und Identitäten haben Betrüger beim Autozulieferer und Kabelhersteller Leoni rund 40 Millionen Euro erbeutet. Bild: iStock, Danil Melekhin
Klarheit über Cyber-Attacke

11 Bewertungen

So wurde Leoni betrogen

Update: Allmählich kommt Licht in den Betrugsfall um den Kabelhersteller Leoni. Die rumänische Polizei hat ermittelt, wohin das gestohlene Geld überwiesen wurde und wer hinter dieser Transaktion steckt.

Es war laut Angaben der Polizei kein direkter Angriff auf die IT-Infrastruktur, sondern die Ausnutzung der Tatsache, dass Leoni eine Tochterfirma in Rumänien unterhält: Dorthin versendeten die Betrüger über ein manipuliertes Absender-Feld E-Mails, die zunächst wie normale Zahnlungsanfragen der deutschen Mutter schienen. Es erhärtet sich der Verdacht, dass hinter dieser Transaktion ein so genannter CEO-Fraud steckt: Der Finanzchef der rumänischen Tochter wurde unter Vortäuschung falscher Tatsachen dazu verleitet, 40 Millionen Euro an das falsche Konto zu überweisen.

Die rumänische Polizei geht davon aus, dass detailliertes Insider-Wissen den Cyber-Angreifern bei ihrem Coup geholfen hat, da die gefälschten Zahlungsaufforderungen den echten Anweisungen des deutschen Mutterkonzerns täuschend ähnlich waren.

Letzter Stand vom 17. August 2016

Mit gefälschten Dokumenten und Identitäten haben Betrüger beim Autozulieferer und Kabelhersteller Leoni circa 40 Millionen Euro erbeutet.

Nach eigenen Angaben ist der Betrug am 12. August erkannt worden. Die Täter haben unter Verwendung gefälschter Dokumente und Identitäten sowie Nutzung elektronischer Kommunikationswege Gelder des Unternehmens auf Zielkonten im Ausland transferiert.

Der Vorstand leitete umgehend eine Untersuchung der Vorfälle ein und prüft derzeit Schadenersatz- und Versicherungsansprüche. Ebenso wurde Anzeige bei der Kriminalpolizei erstattet. Der Schaden beläuft sich auf einen Abfluss an liquiden Mitteln von insgesamt rund 40 Millionen Euro. Das Unternehmen gibt an, dass die IT-Infrastruktur und Datensicherheit von den kriminellen Aktivitäten nicht betroffen seien.

In welchem Umfang der Schaden das prognostizierte Jahresergebnis beeinflusst, kann derzeit nicht abgeschätzt werden. Die Liquiditätslage des Leoni Konzerns ist nicht wesentlich beeinträchtigt. Das operative Geschäft von Leoni läuft prognosekonform.

Firmen zu diesem Artikel

Nach oben