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IoT: Revolution in Wartestellung

Mehr als 40 Prozent der europäischen Unternehmen erwarten, dass das Internet of Things (IoT) bereits in den nächsten drei Jahren Einfluss auf ihr Geschäft nehmen wird. Oft fehlt es noch an verantwortlichen Managern, die das Thema vorantreiben – aber auch an geeigneten Mitarbeitern mit entsprechendem Know-how.

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) wird das eigene Geschäftsmodell verändern oder zumindest großen Einfluss darauf haben, wie künftig Umsatz generiert wird oder wie sich Kosten einsparen lassen. Diese Tatsache ist vielen Unternehmen durchaus bewusst, ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Gartner. Für mehr als 40 Prozent ist diese Entwicklung bereits in den kommenden drei Jahren zu spüren, über 60 Prozent Zustimmung findet die Aussage, wenn man den Zeithorizont auf mehr als fünf Jahre anhebt. Befragt hatte Gartner 463 Verantwortliche aus dem operativen Geschäft und den IT-Abteilungen.

Die Umfrage zeigte aber auch, dass beim Internet der Dinge noch viele Unternehmen ganz am Beginn einer Entwicklung stehen und gerade ihre ersten Versuche in diese Richtung starten. Daher fehle es oft sowohl an klaren Strategien als auch an definierten Verantwortlichkeiten, wer im Management das Thema vorantreiben soll. Die Kritik der Befragten wies immer wieder in Richtung des obersten Managements, das die Chancen dieser Entwicklung nicht erkenne.

Was zu tun ist

Laut Nick Jones, Vizepräsident und Analyst von Gartner, hat erst eine Minderheit damit begonnen, das Internet der Dinge in der Fertigung einzusetzen. Wirtschaftliche Gründe sind seines Erachtens immer weniger ein Hinderungsgrund für die Einführung des IoT, da die Kosten für Prozesse und Vernetzung immer weiter fallen. „Die eigentliche Herausforderung ist aber nicht, Fertigung und Produkte smart zu bekommen, sondern zu verstehen, wie man darauf aufbauend sein Geschäftsmodell weiterentwickelt und sich ein neues wirtschaftliches Ökosystem erschließt.“

Die nötigen Managementstrukturen werden nach Meinung von Jones in den kommenden Jahren geschaffen. Sobald es daran gehe, in das Thema zu investieren, werde es klare Zuweisungen von Verantwortung geben. Die Unternehmen sollten dabei beachten, dass es ein breites Spektrum an neuen Technologien gebe, die umfangreiches Wissen verlangten. Wichtiger als den Verantwortlichen an der Spitze zu benennen sei daher, alle Geschäftsbereiche einzubinden und in einem Center of Excellence zu bündeln.

Bremsende Faktoren

Zu den Herausforderungen der Zukunft gehört, passendes Personal zu finden, dass das nötige Wissen mitbringt, um neue Strategien rund um das Internet der Dinge umzusetzen – wobei sich vermutlich viele Unternehmen noch gar nicht darüber im Klaren sind, welche Fertigkeiten künftig überhaupt benötigt werden. Ein weiterer Faktor, der die Umsetzung bremst, sind nach wie vor Sicherheit und Datenschutz, Sicherheit für die IT-Netze ebenso wie für die Produktionsanlagen, und Datenschutz sowohl für Geschäfts- und Kundendaten wie für das geistige Eigentum. Deshalb, so Jones, sei das Internet der Dinge bislang eine Revolution, die noch darauf wartet, loszubrechen.

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