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Intelligente Gebäude

Text: Nicole Wittmann, A&D Foto: Fazon1
Wie die Automation ist auch die Gebäudetechnik im Moment stark getrieben von der Diskussion um die Energieeffizienz. Ein Trend, der einen ohnehin wachsenden Markt, noch beflügelt. Doch noch ein zweites Thema beschäftigt die Automatisierer.

„Energieeffizienz lautet das derzeit alles bewegende Thema“, sagt Peter Hug, Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Automation + Management für Haus + Gebäude (AMG). Die Diskussion um die Energieeffizienz-Richtlinie der Europäischen Union treibt das Thema weiter voran. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 20 Prozent ihres Primärenergieverbrauchs einzusparen. Auch die Ökodesign-Richtlinie leiste ihren Beitrag. Sie legt fest, welche Anforderungen energiebetriebene Produkte für eine umweltgerechte Gestaltung erfüllen sollen. „30 Prozent der Energie lassen sich mit einfachen Mitteln einsparen, und dadurch können wiederum andere Maßnahmen finanziert werden“, sagt Hug. Im ersten Schritt werden deshalb vorhandene Systeme nachjustiert - zwölf Prozent Einsparungen bringe das im Schnitt. Weitere zehn Prozent ließen sich mit kleineren Eingriffen realisieren. Dann folgen größere Projekte. Dahinter steht im Idealfall ein ganzheitliches Sanierungskonzept. Die Gebäudetechnik hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt, in der Heiztechnik zum Beispiel die Kraft-Wärme-Kopplung oder Wärmepumpen, in der Lufttechnik die Ventilatoren und die Steuerungstechnik. „Die größten Fortschritte gab es beim Komfort und der Energieeffizienz in Richtung Heizen, Lüften, Kühlen“, sagt Hug. Neben der Energieeffizienz beherrscht ein weiteres Signalwort die Branche. Allerdings wird es weniger wahrgenommen das Thema Effizienz zum Beispiel durch die Abschaffung der Glühbirnen. Dennoch beschäftigt auch Smart Grid die Gebäudeautomatisierer intensiv. „Eine entscheidende Frage lautet, wie wir automatisierte Gebäude im Smart Grid unterbringen“, sagt Hug. Drei Aspekte müssen organisiert sein: Verbrauch, Speicherung und Produktion. „Eine zusätzliche Schnittstelle im Gerät erhöht die Kosten nicht wesentlich“, merkt Hug an. Deshalb treibt ein Smart Meter den Preis für ein Neubauprojekt nicht übermäßig. Teuer werde es nur dann, wenn im Bestand alle Geräte ersetzt werden müssten.

Starkes Wachstum bei Gebäudetechnik

In den vergangenen zehn Jahren ist der Markt für Gebäudetechnik um etwa 30 Prozent gewachsen. „Wir rechnen damit, dass wir auch in den kommenden zehn Jahren nochmals 30Prozent Zuwachs haben werden“, sagt Fachverbands-Geschäftsführer Hug. Dass diese Schätzungen so grob ausfielen, hätte einen besonderen Grund: Die Industrie habe sich in den vergangenen Jahren sehr grundlegend verändert, auch in ihren Strukturen.Noch im Jahr 2000 war der klassische Gebäudeautomatisierer eine Firma, die Hardware wie Stellantriebe und Elektronikkomponenten hergestellt und die entsprechende Software programmiert hat, um beides zu einem System zu vernetzen. „Heute besteht die Branche aus einer ganzen Reihe zusätzlicher Spezialisten“, merkt Hug an. Darunter fallen zum Beispiel Systemhäuser, die sich die nötigen Komponenten einkaufen und daraus dann ein System aufbauen. „Mitunter bauen diese Firmen irgendwann auch selbst Komponeten, aber das eigene Verständnis ist ein anderes“, erklärt Hug. Diese Entwicklung mache es schwer, den Markt als Ganzes abzugreifen. Zudem sei der Begriff Gebäudeautomation nicht geschützt. „Da ist dann manchmal von Gebäudeautomation die Rede, wo nur Teilsegmente davon gemeint sind“, sagt Hug. Für das Jahr 2012 rechnet der VDMA-Fachverband mit einen leichten Wachstum von rund drei Prozent auf etwa 1,5 Milliarden Euro. „Wir gehen von einer Seitwärtsbewegung aus mit einem leichten Optimismus“, sagt Hug. 2011 war der Branchenumsatz um 2,7 Prozent gestiegen.

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