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Bild: timquade, iStock
Sensorik

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Haarige Angelegenheit

Text: Jessica Schuster, A&D
Spinnen – für die einen faszinierende Geschöpfe, für andere purer Ekel. Die flinken Krabbler haben aber noch mehr drauf, als nur Emotionen hervorzurufen. Sie besitzen nämlich acht ganz sensible und haarige Beine.

Sie sind überall! Die teilweise furchteinflößenden Spinnentiere sind auf der ganzen Welt verbreitet – Arachnophobiker haben also schlechte Karten, einen spinnenfreien Ort zu finden. Dabei reagieren diese Tiere sensibler auf uns als wir auf sie. Spinnen haben keine flexible, sensitive Haut wie Säugetiere. Ihr Körper wird von einem mehr oder weniger starren Außenskelett umhüllt. Deshalb finden sich ihre Tastorgane an Beinen oder Haaren, die über den Körper verteilt sind. Vor allem die netzbauenden Spinnen sind darauf ausgerichtet, Erschütterungen mit ihren acht langen Beinen zu spüren. Wenn sie am Rand des Netzes sitzen, merken sie auf diese Weise nicht nur, dass eine Beute ins Netz gegangen ist. Aus der Vibration selbst können sie auch recht genau schließen, was für ein Lebewesen dort zappelt und wie groß es ist. Vogelspinnen sind über und über mit einem Pelz aus Tasthaaren bedeckt: Sie wohnen in engen Höhlen und Gängen und sind darauf angewiesen, ständig – mit allen Haaren – ihre Umgebung abzutasten. Ihre Beute oder ihre Nachkommen kann sie im Dunkeln nicht sehen, aber hervorragend ertasten.

Natürliche Haar-Sensoren würden uns Menschen beim Autofahren auch weiterhelfen. Das starre Außenskelett – oder auch Karosserie genannt – wird derzeit mehr und mehr mit kleinen Helfern ausgestattet. Mit nur der Größe eines Stecknadelkopfes verändern sie das tägliche Leben in vielen Bereichen: winzige mikromechanische Sensoren wie die von Bosch. Im Auto erkennen diese gefährliche Situationen und alarmieren blitzschnell die Steuerelektronik, um den Wagen auf der Straße zu halten. Gut, dass wir hier die Mikro-Sensorik nutzen. Autos mit dickem Pelz sähen urkomisch aus.

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