Melden Sie sich kostenfrei an, um Artikel vollständig zu lesen...
News und Promotion-Beiträge sind ohne Registrierung kostenfrei zu lesen
Login

Passwort vergessen?
Registrieren
   

Passwort ist zu kurz (mind. 8 Zeichen).
Bild: bunhill, iStock
Rücklicht

0 Bewertungen

Gesunder Kopf, gesunder Rücken

Text: Harry Jacob, A&D
Gemüse frisch auf den Tisch hält den Körper fit, insbesondere wenn beim Anbau auf Dünger und Unkrautvernichtungsmittel verzichtet wird. Doch wer denkt eigentlich an die Gesundheit der Biobauern?

Der Deutschen liebstes Gemüse ist die Tomate. Jedenfalls wenn man danach geht, was am Ende auf dem Teller landet. Die wird jedoch meist importiert. Bei Bauern und Gärtnern dagegen liegt das Kohlgemüse ganz vorne. Die Eigenproduktion beträgt über 800 000 Tonnen pro Jahr. Was früher als Arme-Leute-Essen verschrien war, hat längst seine Anerkennung als herausragende Ergänzung des Speisezettels gefunden. Die vielen Kohlsorten können das ganze Jahr für Abwechslung sorgen: Blumenkohl und Broccoli im Sommer, Rosenkohl und Grünkohl im Herbst und Winter, und Chinakohl, Rotkohl, Weißkohl sowie Kohlrabi gibt es praktisch das ganze Jahr.

Das Kohlgemüse ist nicht nur preisgünstig und kalorienarm, sondern – sofern man es in der Küche schonend zubereitet – auch eine richtige Vitamin- und Mineralstoffbombe. Kohl gilt darüber hinaus als besonders gesund wegen seiner Glucosinolate, das sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die antioxidativ und antimikrobiell wirken, die körpereigene Abwehr anregen und den Cholesterinspiegel senken.

Wenn schon gesund, dann richtig. Deshalb wird immer häufiger nach Kohl aus Bio-Anbau verlangt. Für den Biobauern und seine Mitarbeiter ist das weniger gesund, wenn die Pflege des Gemüses auf den Rücken schlägt. Wenn keine Chemie den konkurrierenden Bewuchs in Schach hält, dann muss mechanisch das unerwünschte Unkraut entfernt werden. Eine Aufgabe, die Mensch selbst erledigen musste, solange die Maschinen nicht so genau gesteuert werden konnten, dass die Nutzpflanzen nicht beschädigt wurden.

Doch die Sensorik ermöglicht den Bauern nun, die schweißtreibende Tätigkeit abzugeben und den Rücken zu schonen. Mit dem Robocrop hat Garford Farm Machinery einen automatischen Jäter entwickelt, der mit Sensoren von Variohm Eurosensor ausgestattet ist. Der Lenkwinkel der Scheibenräder für die exakte Reihenführung werden mit einem Winkelsensor vom Typ SP2800 gemessen. Linearpotentiometer aus der LWG-Serie erfassen die seitliche Verschiebung der Jätscheiben und des hydraulischen Servosystems zwischen den Anbaureihen. Dazu kommen Druck- und kombinierte Druck/Temperatursensoren für die hydraulischen Module. Dank dieser Technik gehören Rückenprobleme nun der Vergangenheit an.

Nach oben