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Wolfgang Schenk, Belden, zu den Hemmnissen bei der Einführung von Industrial Security

A&D:

Eine Umfrage von PwC im Mittelstand hat ergeben, dass 80 Prozent die Digitalisierung der Produktionsprozesse zwar wichtig finden, aber nur 15 Prozent bislang in diesen Bereich investieren. Wieso geht die Schere bei den Anwendern noch so weit auseinander?

Schenk:

Ein großes Problem ist, dass die Vielfalt der Feldbus-Standards sich im Bereich des Industrial Ethernet fortsetzt und der Feldbus gleichzeitig noch weiterlebt. Das hemmt die Investitionen. Ohne Druck wird man aber diese Vielfalt nicht in den Griff bekommen. Ähnlich verhält es sich mit der Sicherheit. Nach dem Bekanntwerden von Stuxnet wurde kaum in Security investiert. So gibt es heute unzählige unberechtigte Zugriffe und sowie Schadsoftware in den Produktionsnetzen. Inzwischen wird zwar Stück für Stück immer mehr Security-Technik eingebaut, weil die Geräte mit entsprechenden Funktionen ausgestattet sind. Schaltet man aber solche einzelnen Komponenten scharf, ohne vorher ein umfassendes Security-Konzept ausgearbeitet und umgesetzt zu haben, dann wird die Kommunikation blockiert und die Produktion steht still. Auch das ist ein Investi­tionshindernis, das einer schnelleren Entwicklung entgegensteht.

Was halten Sie von einer Abwrackprämie für den Feldbus?

Darüber habe ich ehrlich gesagt bislang noch nicht nachgedacht. Ich halte generell nichts von Subventionen zur Einführung neuer Technik. Im Moment sollte sich die Regierung darauf konzentrieren, das Geld in den Aufbau von Kompetenz-Centern für Industrie 4.0 zu stecken. Es zeichnet sich ab, dass die bislang dafür vorgesehenen Mittel im Vergleich zu dem, was auf amerikanischer Seite investiert wird, eher gering ausfallen.

Und in einem zweiten oder dritten Schritt?

Da könnte ich mir vorstellen, dass wir als Hersteller diesen Weg gehen, so wie wir ja bisher schon die Ablösung von Alt- und Wettbewerbsprodukten gelegentlich mit Upgrade-Aktionen begleiten, indem wir finanzielle Anreize bieten.

Erfahren Sie hier mehr über einen Kongress zum Thema „Industrial Ethernet im Wandel.“

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