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Einen Bullen bitte!

Text: Simone Käfer, A&D Fotos: Mihtiander
Für den Großteil der Bevölkerung ist ein Leben ohne Handy inzwischen unvorstellbar. Pfiffige Unternehmer wollen nun auch Nutztiere in diese Abhängigkeit bringen.

Kommunikation passiert heute mobil über Smartphone oder Tablet-PC. Kaum Jemand kann sich noch an das Leben vor diesen elektronischen Begleitern erinnern. Warum auch? Denn keiner will mehr auf seinen praktischen Multifunktionshelfer verzichten. Können wir überhaupt noch Margarine einkaufen, ohne kurz zu Hause anzurufen und zu fragen, welche der fünfzehn im Supermarktregal denn nun die richtige sei? Oder der liebevolle Anruf am Ende des Arbeitstages "Schatz, ich komm‘ jetzt heim", zeigt uns, wie essenziell unsere Telefone-to-go heute sind.

Es war nur eine Frage der Zeit bis auch unser Nutzvieh in die HighTech-Kommunikation einsteigt. Dank einer deutsch- französischen Kooperation zwischen Medria und der Telekom können moderne Kühe per SMS ihren Bauer über ihre intimsten Gelüste informieren: Egal ob noch in der Brunst, oder schon am Kalben, der Landwirt weiß nun alles über seine Mädels. Wie das funktionert? Sensoren in den Halsbändern der Kühe lesen und senden die persönlichen Infos - mit Zwischenstopp bei einem Datensammler - als SMS an das Handy des Landwirts. Noch ist ungewiss, ab wann Kühe ihren Tierarzt oder Zuchtbullen selbst bestellen können.

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