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Bild: Pixabay
Branchentag Rittal

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Schiffbau 4.0

Sicher, smart, grün: Diese drei Worte beschreiben den Schiffbau von morgen. Auf Rittals 7. Branchentag Schiff & See in Hamburg waren sich die 70 Referenten und Besucher einig, dass der Grad der Automatisierung an Bord und die globale Vernetzung auf den Weltmeeren deutlich zunehmen werden.

Die Konjunkturaussichten für die deutsche maritime Wirtschaft lassen sich durchaus als vielversprechend einordnen – und das trotz des massiven Konjunktureinbruchs im internationalen Neubaugeschäft. Hauke Schlegel, Geschäftsführer des VDMA Fachbereichs Marine Equipment and Systems, prognostiziert etwa für 2016 Neubauverträge mit einer Tonnage von gerade einmal 42 Millionen DWT (deadweight tonnage) – der geringste Wert seit 1998. Während deshalb damit zu rechnen sei, dass vor allem in China, Japan und Korea Werftstandorte schließen, verzeichneten die deutschen Schiffszulieferer hingegen seit Jahren stabile Geschäfte mit leichtem Wachstum. Der Umsatz werde 2016 wahrscheinlich die Zwölf-Milliarden-Euro-Marke übertreffen.

Chancen bei der Modernisierung von Schiffen

Da der Neubau wegen Überkapazitäten gescheitert ist, bestand während des Branchentages von Rittal Konsens, dass OEM und Systemintegration sich vor allem auf die Modernisierung bestehender Flotten konzentrieren müssen. Das Handlungsfeld ist aufgrund von Industrie 4.0 breit gefächert, da diese auch auf maritimem Boden Einzug gehalten hat. Zudem steigen kontinuierlich die Anforderungen an den Umweltschutz in Verbindung mit einem steigenden Bewusstsein für Energieeffizienz.

Der Automatisierungsgrad nimmt zu

Prof. Dr.-Ing. Holger Watter, Präsident der Hochschule Flensburg, betonte als Keynote-Speaker, dass es immer wichtiger sei, Daten in der Cloud zu verwenden. Auf diese Weise werden zum Beispiel Routen optimiert oder auch ein pünktliches Anlegen am Kai gewährleistet. Es sei beispielsweise kontraproduktiv, einen überfüllten Hafen zu erreichen, um dann lange auf die Entladung zu warten. Watter war davon überzeugt, dass der Automatisierungsgrad und die Fragestellungen zur Verwendbarkeit für die Besatzung weiter zunehmen. Aus dem Blickwinkel des Engineerings heraus wird die als Maritim 4.0 bezeichnete vernetzte Automatisierung ebenfalls die Arbeitsweisen verändern.

Durchgängiges Engineering mit Effizienzgewinn

Nach Michael Plähn von Eplan ließen sich mit einer durchgängigen Projektplanung über alle Teilbereiche hinweg erhebliche Effizienzgewinne von der Konstruktion über den Bau bis hin zur Inbetriebnahme und dem späteren Service erreichen. Mehr und mehr miteinander vernetzte Systeme machen es notwendig, dass im Schiffbau künftig verstärkt vernetzt gearbeitet wird. Branchentage bieten hier ein sehr gutes Forum, damit OEM, Werften und Reeder ins Gespräch kommen. Maritim 4.0 schafft vor allem für den deutschen Schiffbau enorme Entwicklungschancen.

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