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Das blühende Leben?

Text: Harry Jacob, A&D
Wenn die Blätter braun werden und das Köpfchen hängt, dann weiß jeder: Meiner Lieblings­gladiole geht es nicht so gut. Wenn die Blütenpracht steht wie eine eins, dann ist alles in
Ordnung – denkt Otto Normalbürger. Der Volksmund spricht dann auch vom blühenden Leben. Doch ist das so? Die Bildverarbeitung belehrt uns eines Besseren.

Was das menschliche Auge sieht, ist das Chlorophyll der Pflanze. Es absorbiert das einfallende Sonnenlicht vor allem im blauen Spektralbereich bei Wellenlängen von 400 bis 500 nm und im roten Bereich bei 600 bis 700 nm. Der Teil des Lichts, der reflektiert wird, lässt Gräser und Blätter schön grün – und gesund – aussehen. Wasser- und Nährstoffmangel, Salz im Boden und saurer Regen, Hitze und Kälte, Nager an den Wurzeln und Pilze auf und im Gewebe können Pflanzen stressen und den Stoffwechsel hemmen. Im Garten und der Wildnis ist das zu verschmerzen, doch in der Land- und Forstwirtschaft wäre es hilfreich, schon frühzeitig zu entdecken, wenn das Wachstum in irgendeiner Weise gebremst wird.

Bevor die Blätter sichtbar braun werden, werden in den Zellen bereits die Systeme heruntergefahren. Wenn die Photosynthese im Chlorophyll aus irgendeinem Grunde gestört ist erschließt sich das unserem Auge nicht. Doch der Homo Sapiens schafft sich seine Werkzeuge, um auch das Verborgene in der Welt zu entdecken.

Als Indikator kann hierfür das bereits erwähnte Chlorophyll herangezogen werden. Sie setzen einen winzigen Teil des absorbierten Sonnenlichts in Wärme und Fluoreszenz um. Ob die Kraftwerke der Pflanze mit voller Power arbeiten, macht das Fluorometer Imaging PAM M-Series der Firma Walz sichtbar. Die Anwendungen sind vielfältig: Die optimale Lagerung von Obst, Bestimmung des Erntezeitpunkts, aber auch die Erforschung des Einflusses des Klimawandels auf Pflanzen sind hier zu nennen. Noch nicht auf der Liste: Die Bestimmung der Frische von Schnittblumen. Vielleicht kommt das ja noch – zum nächsten Valentinstag.

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