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Bild: Müko
Prüftechnik

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Zentral visualisiert, intuitiv bedient

Text: Katja Scheler, MüKo
Auch Sondermaschinenbauer können eine eigene, standardisierte Produktreihe für Messtechnik entwickeln: Seit 20 Jahren konstruiert und entwickelt MüKo Sondermaschinen für unterschied­liche Branchen. In seinem neuen Prüfsystem hat das Unternehmen seine ganzen Erfahrungen im Bereich der Dichtheitsprüfung einfließen lassen.

Heute werden großvolumige Bauteile zur Reduzierung des Bauteil­gewichtes oft aus Kunststoff gefertigt. Die Kundenforderung nach einem nachhaltig dichten Bauteil bedingt jedoch eine aufwendige und zeitintensive Prüfung. MüKo hat daher ein System zur Dichtheits- und Funktionsprüfung von schwer prüfbaren, elastisch verformbaren oder großvolumigen Kunststoffbauteilen entwickelt. Dies geschah im Hinblick auf den Prüfprozess und damit dem Umgang mit Prüfparametern und externen Einflussfaktoren sowie der Reduktion der Taktzeit.

Als Nutzer und Anwender solcher Systeme in Automa­tionsanlagen hat sich das Unternehmen einiges an Erfahrung und Wissen im Umgang mit der Dichtheits- und Funktionsprüfung angeeignet. Diese Kompetenz bildet die Grundlage für den Aufbau eines ISO-9001-zertifizierten Produktbereiches für ein standardisiertes und dennoch flexibles Prüfgerät. Neben der prüftechnischen Weiterentwicklung spielt auch der Wandel in der Produktionsarbeit eine bedeutende Rolle.

Visualisierung und Steuerung

Neben der üblichen System­ausführung, bei der die Bedienung in die Prüfzelle integriert ist, besteht mit dem MP100 die Möglichkeit eines dezentral angeordneten Prüfrechners. Durch die freie Positionswahl des Monitors ist ein leichter Zugang und eine ergonomische Gerätebedienung möglich. Darüber hinaus können auch mehrere Messzellen an räumlich getrennten Orten über einen Prüfrechner erfasst werden. Es ergeben sich auch Vorteile im Hinblick auf die eigentliche Prüfung: Die Prüferfassung kann aufgrund der kompakten Bauweise und der Trennung von Steuerung und Messtechnik räumlich sehr nahe zum Prüfgegenstand erfolgen. Das ermöglicht ein geringes Füllvolumen durch kurze Prüfleitungen, einen geringen Temperaturunterschied zwischen Mess­technik und Prüfling und damit qualitativ bessere Prüfergebnisse.

Möglich wurde dieses Prüfsystem auch durch die konsequente Umsetzung eines Baukastenprinzips. Das Messsystem wurde als eine kompakte, modulare und autarke Prüfzelle entwickelt. Dabei sind im MP100 ein bis vier Prüfkanäle und damit bis zu vier verschiedene Möglichkeiten parallel verfügbar. Somit kann das System mit einem geringen Rüstaufwand individuell an eine ­Prüfaufgabe angepasst werden. Dichtheits- und Funktionsprüfmodule, für Relativdruck-, Differenzdruck-, Schaltpunkt- oder Durchflussverfahren, sind flexibel in einem Gerät kombinier- und gegeneinander austauschbar. Die konsequente Umsetzung des Plug&Work-Prinzips zieht also keinen großen Service- und Wartungsaufwand nach sich.

Abschließend betrachten wir die Neuerungen im Bereich der Handhabung von Daten sowie Bedien- und Anzeigemethodik. Die Oberfläche wurde nach den Prinzipien des Usability Engineering aufgebaut. Neben einer selbsterklärenden, übersichtlichen und benutzerfreundlichen Menüführung wurde vor allem auf eine intuitive Prüfprogramm­erstellung geachtet. Hierfür werden dem Bediener alle erforderlichen Parameter übersichtlich angezeigt. Die Darstellung der Ergebnisse kann individuell angepasst werden: Ob als Grafik oder numerische Darstellung, ob als Tabelle oder Trendverlauf, jede Prüfphase kann betrachtet werden. Viele Schnittstellen für Datenübertragung und Steuerung ermöglichen eine einfache Erfassung der Prozess- und Prüfergebnisse in ein übergeordnetes Leitsystem. Eine integrierte Desktop-Sharing-Software für Fernwartung und Support ist ebenfalls vorhanden.

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