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Am Container Terminal Burchardkai (CTB) des Hamburger Hafens können auf dem Liegeplatz 5/6 Schiffe mit einer Kapazität von 18 000 Standardcontainern abgefertigt werden. Damit ist der CTB fit für die neueste Generation von Großschiffen. Bild: Hafen Hamburg
Drehgeber

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Krane überwachen und steuern

Text: Thomas Brandenburger, Johannes Hübner Giessen
Mehr als 18 000 Container fasst das größte Frachtschiff. Viele Häfen sind für diese Giganten des Containertransports jedoch nicht gerüstet; neue Krane müssen installiert oder bestehende angepasst werden. Besonders wichtig ist ihre Schnelligkeit – dazu können auch Drehgeber beitragen.

Mit einem Ladevolumen von rund 18 300 Standardcontainern verfügt Maersk Mc-Kinney Møller über elf Prozent mehr Ladevolumen als das bis dato größte Schiff. Immer größere und leistungsfähigere Schiffe dieser Klasse werden künftig für den Warenumschlag an Häfen eingesetzt. Das stellt neue Anforderungen an die Krantechnik: „Krane müssen höher werden, Ausleger länger und man braucht pro Schiff mehr Krane zum Be- und Entladen“, bestätigt Matthi­as Simon, Vertriebsleiter bei Johannes Hübner Giessen. Je größer die Schiffe sind, desto mehr müssen Geschwindigkeit und Genauigkeit beim Laden und Löschen der Ware stimmen. Für den einzelnen Vorgang bedeutet die exakte Positionierung eines Containers eine Ersparnis von wenigen Sekunden. Auf 18 000 Container hochgerechnet, wird Zeit zum entscheidenden Faktor.

Das Universalgebersystem U-One von Hübner zur Kranüberwachung und -steuerung ist in Hafenkrananlagen meist als Komplettlösung für Hubwerk, Einziehwerk, Katzfahrzeug und als Kran­fahrwerk installiert. Das modulare System beruht auf einer universellen Basiseinheit, die über Lichtwellenleiter EMV-sicher mit Elektronikfunktionsmodulen im Schaltschrank verbunden ist. Die Module werden über eine interne Busstruktur verbunden und lassen sich als Steckmodule beliebig aneinanderreihen. Das Gebersystem bietet zehn Funktionen, darunter Drehzahl-, Positions- und Grenzdrehzahlerfassung sowie ein elektronisches Kopierwerk mit grafischer Darstellung von Ablaufprozessen. Außerdem kann das System mit einem Diagnose- und einem Synchronisationsmodul ausgerüstet werden.

An jedem der Kransysteme ist an der Motorseite ein Impulsgeber installiert, der die Drehzahl des Motors steuert. An der Seiltrommelseite ist das U-One-Gerät montiert. Wäre dieses nicht angebracht, würde der Kran mehrere Einzelgeräte zur Überwachung von Position und Überdrehzahl direkt an der Trommel benötigen. Im Basisgerät werden alle Signale abgetastet und über Lichtwellenleiter in den Schaltschrank zur Auswerteelektronik übertragen. „Diese Auswertelek­troniken erfüllen die Funktion, die man ansonsten in den Einzelgeräten hätte“, erklärt Simon. Sind an der Seiltrommel Einzelgeräte installiert, birgt jedes Getriebe, jede Kupplung, jeder Anbau Ungenauigkeit in sich, die sich in der Übertragung auf die Regelung auswirken.

Ein elektronisches Kopierwerk mit sechs programmierbaren Schaltbereichen stellt die Schaltausgänge zur Verfügung. „Wenn ein Kran eine Last hebt, kann dieser in der Geschwindigkeit nicht von 0 auf 100 Prozent fahren. Der Motor muss Signale bekommen wie Starten, Schneller, Langsamer, Stopp“, erklärt Simon. Diese Schaltpositionen stellt das System als Hardware-Schaltausgänge bereit. Die Schaltpunkte werden in der Steuerung programmiert, so lässt sich das Kopierwerk innerhalb von Minuten einstellen.

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