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Welche Mutter ist die richtige?

Text: Selma Kürten-Kreibohm, Bluhm Systeme
Einzelne Produkte zu kennzeichnen kann umständlich sein. Besonders wenn die Produkte wechseln. Ein Armaturenhersteller löst diese Herausforderung mit einer Kombination aus Tintenstrahldrucker, Druckspender mit Waage und Etikettenspender.

Die Firma Simplex Armaturen & Systeme stellt Sanitär- und Heizungsarmaturen her und fertigt auch einzelne Schrauben, Muttern und Gehäuse im Kundenauftrag. Für eine Produktrückverfolgung wird jede einzelne Mutter mit einer eindeutigen Chargenkennzeichnung versehen. Das geschah bisher per Tampondruck. Dieses Verfahren wurde aber zu umständlich und unflexibel, auch im Hinblick auf schnell wechselnde Druckinhalte. Für diese Aufgabe setzt man bei Simplex nun auf einen Continuous Inkjet Drucker aus der Linx-Baureihe von Bluhm Systeme. Sabine Faulbrück von der Betriebsleitung erklärt: „Mit unserem Drucker können wir jeder einzelnen Mutter eine individuelle Seriennummer mitgeben. Mit anderen Druckverfahren, wie bei unserem früheren Tampondruck wäre dies undenkbar.“

Der Test hat überzeugt

Die Linx-Tintenstrahldrucker wurden ursprünglich als Teststation für eine handgestützte Kennzeichnung eingeführt. Jeweils fünf Armaturengehäuse wurden auf einen Werkstückträger gelegt und im manuellen Durchlauf beschriftet. Im Laufe der Zeit hat sich aber die Flexibilität und das einfache Druckerhandling im Werk herumgesprochen. Das führte dazu, dass immer mehr Direktkennzeichnungsaufgaben auf den Drucker übertragen wurden. Neben der einfachen Handhabung hat auch die robuste und durchdachte Technik des Druckers überzeugt. Die Linx-Systeme verfügen über einen ausgeklügelten Mess- und Regelkreis, so dass sie im laufenden Betrieb zuverlässig arbeiten. Sie übernehmen sogar aufwändige Reinigungsarbeiten oder Statusüberwachung selbständig.

Steht eine Wartung an oder muss Tinte oder Solvent aufgefüllt werden, zeigt das System dem Bediener dies rechtzeitig an. Die Reinigung erfolgt vollautomatisch: Ein Knopfdruck durch den Bediener genügt, und schon stoppt das System und startet die Spül- und Reinigungsroutine. Sämtliche Tintenleitungen werden entleert und ausgespült. Ist das Reinigungsprogramm beendet, schaltet sich der Codierer ab und nimmt sich selbstständig vom Netz. Am nächsten Morgen nimmt er dann pünktlich, sauber und zuverlässig seine Arbeit wieder auf.

Verwechslungsgefahr gebannt

Bei der Endverpackung wurden früher einzelne Bauteile von Hand in Beutel geschoben, gekennzeichnet und schließlich in einer Faltkiste versandfertig verpackt. In enger Zusammenarbeit mit den Entwicklungsingenieuren der Bluhm Weber Gruppe entstand eine automatische Etikettieranlage. „Aktuell arbeiten wir in ein bis zwei Schichten und können mit der neuen Etikettieranlage bis zu 6500 Kartons in einer Schicht kennzeichnen," sagt Faulbrück. „Die Anlage ist so konzipiert, dass wir einen problemlosen Dreischicht-Dauerbetrieb realisieren können. Damit sind wir auch für kommende Anforderungen bestens vorbereitet.“ Basis dieser leistungsfähigen Anlage sind die Etikettendruckspender der Legi-Air4050-Serie.

Eine Mitarbeiterin erfasst die Produktionsnummer mit einem Scanner vom Barcode des Arbeitsscheins. Da der Scanner mit einem LegiBox-IPC gekoppelt ist, werden die passenden Daten aus der Datenbank aufgerufen und erscheinen auf dem Display. Verwechslungen entfallen. Die Bedienerin sieht nun, wie viele Fertigprodukte in einem Karton sein müssen und was diese Verpackung für ein Gesamtgewicht haben darf. Mit einer Waage wird das Soll- mit dem Ist-Gewicht verglichen und Fehlmengen ausgeschlossen.

Nach weiteren Kontrollen wird der Karton verschlossen und an den Etikettendruckspender geschickt. Die Druckinformationen für die Versandkiste wurden in der Zwischenzeit von der LegiBox an den Etikettendruckspender übertragen und das Etikett inklusive Strichzeichnung, Produktname, Barcode und logistischen Informationen des Bauteils gedruckt. Der Karton wird mit einem Trigger-Signal positionsgenau ohne Berührung etikettiert. Dieses Verfahren schont einerseits die Produktoberfläche, andererseits wird die Systemtechnik vor mechanischem Verschleiß geschützt.

Langfinger haben keine Chance

Der Karton wird vor dem Versand versiegelt. Hierfür ist direkt hinter dem Legi-Air 4050 ein Alpha-Etikettenspender installiert. Dieser bringt ein besonderes Siegeletikett auf unterschiedliche Verbindungsstellen der Verpackung auf. Da dieser Arbeitsprozess technisch nicht ganz einfach ist, wird in einem zweiten Arbeitsgang das Sicherungsetikett übereck verbindungssicher befestigt. Damit ist der Produktbehälter versiegelt, und ein unerlaubtes Öffnen der Versandeinheit während des Transports fällt sofort auf.

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