Melden Sie sich kostenfrei an, um Artikel vollständig zu lesen...
News und Promotion-Beiträge sind ohne Registrierung kostenfrei zu lesen
Login

Passwort vergessen?
Registrieren
   

Passwort ist zu kurz (mind. 8 Zeichen).
Stefan Eisemann ist Geschäftsführender Gesellschafter von Di-Soric. Bild: Di-Soric
60 Sekunden über...

0 Bewertungen

...Sensoren und Bildverarbeitung

Text: Christian Vilsbeck, A&D
Di-Soric ist auf die Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Sensoren für Industrieautomation spezialisiert. Zunehmend werden aber Bildverarbeitungssysteme und individuelle Lösungen wichtiger. A&D fragt den Geschäftsführer Stefan Eisemann, wie er sein Unternehmen an neue Kundenbedürfnisse anpasst.
A&D:

Ist Di-Soric noch ein klassischer Anbieter von Sensoren?

Eisemann:

Die Sensortechnik ist nach wie vor unser stärkstes Betätigungsfeld, da sind auch unsere Wurzeln verankert. Aber wir haben seit mehreren Jahren die industrielle Bildverarbeitung im Fokus und bauen den Bereich deutlich aus. Hierfür haben wir unsere Di-Soric Solutions gegründet, um Kunden Komplettlösungen im Bereich der Bildverarbeitung bieten zu können.

Muss ein Sensorhersteller heute ein Lösungsanbieter sein?

Wir möchten das komplette Leistungsspektrum vom einfachen Sensor, über Vision Sensoren bis hoch zur voll integrierten Bildverarbeitungslösung abdecken können. Damit erfüllen wir die Anforderungen vieler Kunden, denen einfache Sensoren oder Vision Sensoren nicht mehr ausreichen.

Heißt das, es gibt kaum Standardlösungen für Bildverarbeitungssysteme?

Nahezu alle Lösungen sind kundenspezifisch, die Aufgabenstellung ist immer mehr oder weniger different, was größtes Applikations-Know-How erfordert. Hier ist insbesondere die Auswahl der aufeinander abzustimmenden Komponenten mit der entscheidende Faktor. Das System muss dann in das Maschinenumfeld des Kunden mit den individuellen Datenbankschnittstellen und Protokollen integriert werden. Dann sind sehr oft kundenspezifische Anpassungen in der Software notwendig.

Machen Sie also überwiegend inzwischen Engineering und Softwareentwicklung für Kundenprojekte?

Im Bereich der Di-Soric Solutions ja, gesamtunternehmerisch nicht. Bei unseren Kundenprojekten prüfen wir zuerst sehr genau die Machbarkeit, so dass die Kunden eine klare Vorstellung von unserer Lösung und ein Kostentransparenz haben. Dies ist sowohl für den Kunden als auch für uns enorm wichtig. Das ist natürlich ein ganz anderes Betätigungsfeld als der klassische Vertrieb von Sensoren. Doch genau diese Kompetenz und Transparenz von uns schätzen die Kunden, weil gerade Bildverarbeitungslösungen eine komplexe Materie sind.

Mit Machine Vision 4.0 wird Di-Soric ebenfalls ein Lösungsanbieter...

Mit dieser Systemlösung erfolgt erstmalig die nahtlose Integration anspruchsvoller industrieller Echtzeit-Bildverarbeitung auf einfache Weise direkt in die SPS-Automatisierungswelt mit Simatic Steuerungen. Dies ist das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit mit Siemens. Der Anwender kann damit in seiner SPS-Sprache die komplette Bildverarbeitungslösung direkt in der Simatic SPS über das TIA-Portal einfach, sicher und flexibel aufbauen und simulieren.

Viele größere Unternehmen bauen eine interne Abteilung für Bildverarbeitung auf. Gefährdet das Ihr Geschäftsmodell?

Nein, denn diese Kunden nutzen unter anderem unsere Beratung und Schulung über die Bildverarbeitungssysteme. Es geht ja zuerst darum, welche Lösung ist für das Unternehmen geeignet, wie implementiert man es. Wenn das System dann läuft und wir mit der Fachabteilung die Einsatzmöglichkeiten eruiert haben, dann können die internen Programmierer die Bildverarbeitung natürlich spezifisch an ihre jeweiligen Bedürfnisse anpassen.

Firmen zu diesem Artikel

Nach oben