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Rundum sicher

Text: Klaus Schuster, Schmersal Fotos: olliemtdog, Schmersal
An manchen Maschinen ist der Gefahrenbereich nicht komplett einzusehen. Um zu vermeiden, dass eine Maschine eingeschaltet wird, während sich eine andere Person in diesem Bereich aufhält, bieten sich Sicherheitslichtvorhänge an, bei denen eine doppelte Quittierung erforderlich ist.

Optoelektronische Schutzeinrichtungen sind in vielen Fällen eine sinnvolle Alternative zu feststehenden Schutzeinrichtungen wie Schutztüren und -zäunen. Vor allem, wenn an der Gefahrenstelle eine hohe Flexibilität nötig ist; weil zum Beispiel der Bediener bei Einlegeprozessen an Montageanlagen eingreifen muss, freie Sicht auf den Prozess erwünscht ist oder Material durch den Gefahrenbereich befördert werden soll. Die zunehmende Nachfrage nach Sicherheitslichtvorhängen und -gittern führt dazu, dass sich das Programm immer weiter spezifiziert und Anwender aus verschiedenen Baureihen wählen können.

Unterschiedliche Anforderungen

So angenehm diese Vielfalt auch ist, sie birgt auch Nachteile: Zum Beispiel eine umfassende Lagerhaltung, wenn man mehrere Zusatzfunktionen und damit verschiedene Baureihen benötigt. Um derartige Nachteile zu vermeiden, hat Schmersal Sicherheitslichtvorhänge und -gitter entwickelt, bei denen zentrale Funktionen in einer Baureihe zusammengeführt sind. Zum Beispiel erlauben die Baureihen SLC/SLG 440 eine ortsfeste oder bewegliche Objektausblendung, das fixed oder floating Blanking. Mit diesen Funktionen können einzelne oder mehrere Strahlen des Lichtvorhangs unter Wahrung aller normativen Anforderungen überbrückt werden. Die bewegliche Objektausblendung wird häufig eingesetzt, um Arbeitsbereiche von Biegemaschinen und anderen Anlagen der Metallumformung zu sichern; hier reichen nun Standardsicherheitssysteme.

Begehbare Gefahrenbereiche

Die Lichtgittervarianten, die bei der Absicherung begehbarer Gefahrenbereiche eingesetzt werden, sind mit doppelter Quittierung ausgestattet. Diese Funktion erhöht die Sicherheit für den Bediener, wenn der Gefahrenbereich nicht vollständig einsehbar ist: Der Anwender, der die Anlage wieder anlaufen lässt, muss zuerst ein Befehlsgerät im Gefahrenbereich betätigen, dann innerhalb einer definierten Zeitspanne das Schutzfeld passieren und ein zweites Befehlsgerät betätigen, das außerhalb des Gefahrenbereichs angebracht ist. So bestätigt er, dass er den Gefahrenbereich verlassen hat und die Anlage wieder gestartet werden kann. So kann sich keine weitere Person im Gefahrenbereich befinden, wenn jemand versucht, die Anlage außerhalb des Gefahrenbereichs zu starten. Zur serienmäßigen Ausstattung der Baureihe gehören Schützkontrolle (EDM) sowie die Funktionen Automatik-, Wiederanlauf- und Einrichtbetrieb. Eine Aktivierung der einzelnen Funktionen erfolgt im Parametriermodus über eine integrierte 7-Segment-Anzeige. Für die Parametrierung benötigt man nur einen Taster und weder PC noch Software.

Hohe Sicherheitsanforderungen

Die Baureihe SLC 440 für die Gefahrstellenabsicherung ist mit einer Auflösung von 14 und 30 mm für Schutzfeldhöhen von 170 bis 1770 mm lieferbar. Für die Bereichsabsicherung sind die Lichtgitter SLG 440 mit Schutzfeldhöhen von 500 bis 900 mm und Reichweiten bis 12 m verfügbar. Mit beiden Baureihen lassen sich Sicherheitsanforderungen bis PLe nach EN13849 beziehungsweise SIL 3 nach EN62061 erfüllen. Eine Standardisierung der Sicherheitssensorik schafft die Voraussetzung für eine Vereinheitlichung und Automation im Produktionsprozess. So hat das Schmersal-Kompetenzzentrum für Optoelektronik kürzlich eine neue Anlage für die automatisierte 100-prozentige Prüfung von Sicherheits-Lichtvorhängen und -gittern in Betrieb genommen. Ein Prüfstab führt durch den Wirkbereich des Sicherheitsschaltgerätes hindurch. Dabei wird jeder einzelne Lichtstrahl ausgewertet. Das vollautomatische Testsystem dokumentiert die optische und elektrische Prüfung.

Einfache Montage und Inbetriebnahme

Die Typ4-Sicherheitslichtvorhänge und -gitter SLC und SLG 440 bieten eine einfache Montage und Inbetriebnahme. Das im Lieferumfang enthaltene Montageset mit Befestigungswinkeln ermöglicht ein komfortables Ausrichten der Sensoren. Die geschlossene Profilform schafft die Voraussetzung für hohe Stabilität und Verfügbarkeit auch bei Vibrationen. Eine integrierte Einrichthilfe bewertet die Signalstärke am Empfänger mit einer Grund- und Feineinstellung und vereinfacht die optimale Ausrichtung der Sensoren. Das spart Zeit bei der Inbetriebnahme.

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