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RFID ist überall

Text: Dr. Konrad Kern, Pepperl & Fuchs Foto: rappensuncle
RFID hält schon seit Jahrzehnten Einzug in die Industrie und ist heute aus vielen Anwendungen kaum mehr wegzudenken. Moderne UHF-Systeme mit hoher Reichweite und Datenrate sowie Multitag-Fähigkeit schaffen weitere Lösungsoptionen. Auch für das Internet der Dinge, Industrie 4.0 und weitere Visionen bieten funkbasierte Lösungen ein großes Potenzial.

Viele industrielle Anwendungen bedingen eine Identifikation, zum Beispiel mit Kamerasystemen, Barcodes, Data Matrix Codes oder RFID. Die beste Lösung hängt einzig von den Anforderungen der jeweiligen Applikation ab. Sollen Daten geschrieben werden, ist RFID meist eine geeignete Lösung. RFID wird folglich eingesetzt, um Fertigungsprozesse effizient und transparent zu steuern, die Rückverfolgbarkeit zu sichern oder die Warenlogistik zu verbessern. Bei der Frage nach dem Nutzen von RFID steht die Kosteneinsparung, die Produktivitätsverbesserung und die Verkürzung der Durchlaufzeiten im Mittelpunkt. Oft rechnet sich die Investition in RFID sehr schnell, wie bei der automatisierten Variantenfertigung.

RFID neu etabliert durch UHF

Ultra-High-Frequency-Lösungen, kurz UHF, bieten neue Chancen, werden aber weder die LF- noch die HF-Systeme ablösen. Vor allem bei Applikationen in der Logistik und in der Textilindustrie lässt sich UHF wirtschaftlich einsetzen und hat sich daher bereits etabliert. Weitere industrielle Anwendungen werden sich vermutlich bald durchsetzen. Wenn jedoch kleine und robuste Transponder gefragt sind, die auch in Metall bündig eingebaut werden können, wird man auch weiterhin auf LF- oder HF-Systeme setzen. UHF ist also eine Ergänzung und keine Verdrängung für die induktiven RFID-Systeme. Der neue kompakte UHF-Lesekopf von Pepperl + Fuchs bietet eine einstellbare Reichweite, selektive Leseeigenschaften und ist im Metallgehäuse nach Schutzart IP67 industrietauglich verpackt.

Basis für das Internet

Auch im Zusammenhang mit Begriffen Internet der Dinge oder Industrie 4.0 fällt oft das Schlagwort RFID. Die Identifikation per Funk wird als geeignete Technik dafür angesehen, da im Transponder auch Daten modifiziert werden können. Systeme werden flexibler und können nach vorgegebenen Bedingungen selbständig zu einer intelligenten Lösung finden, ohne alles zentral über eine Steuerung und Datenbank zu schicken. Übergeordnete Systeme sind auf diese Art zeitunkritisch entkoppelt und dienen eher zur Diagnose, der visuellen Darstellung von Prozessen und generellen Steuerungsaspekten.

Schon in der heutigen Praxis werden RFID-Datenträger im Fertigungsprozess mit Qualitätsdaten beschrieben und zur Rückverfolgbarkeit genutzt. Außerdem können diese Daten zur Gestaltung der Folgeprozesse genutzt werden.

Pepperl + Fuchs bedient mit seinem System Ident Control nicht nur alle gängigen RFID Frequenzbereiche wie LF, HF, UHF und Mikrowelle, sondern vernetzt mit gleich strukturierter Befehlssyntax auch alle eingesetzten Schnittstellen wie Profinet, Profibus, diverse Ethernet Protokolle, CC-Link und viele weitere Anbindungen.

Gedruckte Elektronik

Gedruckte Elektronik wird heute noch als revolutionierende Technik angesehen, dabei werden schon OLEDs auf Druckmaschinen produziert. Ein RFID-Transponder ist aber komplexer aufgebaut. Bislang wurden nur Prototypen unter Reinraumbedingungen produziert, die einen geringen Speicherinhalt hatten. Stand heute sind die verwendeten Grundstoffe noch recht teuer und die Lebensdauer ist begrenzt. Zudem sind diese Transponder empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen, so dass ein praxisgerechter Einsatz noch weit entfernt scheint. Dennoch beteiligt sich Pepperl+Fuchs im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojekts Polytos bei der Entwicklung einer neuen Leseeinheit für diese Technik.

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