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Ein Kölner Sensorhersteller beschreitet neue Wege im Beschaffungsmarkt für Drehgeber. Bild: francisblack, iStock.com
Beschaffungsmarkt für Drehgeber

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Baukasten mit Luft nach oben

Text: Martin Wendland, PR Toolbox
Ein Kölner Sensorhersteller beschreitet neue Wege im Beschaffungsmarkt für Drehgeber: Der gesamte modulare Baukasten aus über einer Million Positions- und Bewegungssensoren ist digitalisiert und in einer Cloud-basierten Datenbank hinterlegt. Über einen intuitiven Produktfinder kann das Sortiment binnen weniger Minuten gescreent werden.

Mass Customization bei Produkten sowie Digitalisierung und Vernetzung vom Bestellsystem bis zur Fertigung: Darin sieht der Kölner Sensorhersteller Posital wesentliche Eckpfeiler seines Geschäftsmodells. Überhaupt versteht sich das Unternehmen mit 200 Mitarbeitern als Trendsetter im Drehgebermarkt. „Schon 2004 – zu einer Zeit, als man mit ,Cloud’ noch die Wolken am Himmel meinte – begannen wir damit, unsere gesamten Produkte und Prozesse auf den Prüfstand zu stellen und zu digitalisieren,“ so Firmenchef Christian Leeser, der das Unternehmen 1993 gemeinsam mit seinem Bruder kaufte. Aus der Kölner Traditionsfirma, einem etablierten Spezialhersteller von Drehgebern, wollten beide ein Unternehmen mit skalierbaren Produkten und internationalem Geschäft machen.

Das komplette Angebot an optischen Absolutgebern wurde systematisch analysiert. Dabei entstand ein modularer Baukasten mit sogenannten Assemblys, die sich digitalisieren ließen und über logische Verknüpfungen zu einem standardisierten Drehgeber-Portfolio auf höchstem Niveau führten. Aktuell umfasst das Posital-Sortiment über eine Million Produkte, die aus insgesamt 1.970 Modulen kunden- oder auftragsspezifisch generiert werden.

Steuerung aus der Cloud

Anfang 2007 erfolgte der Umzug der handwerklich geprägten Fertigung vom Stammsitz Köln ins polnische Slubice, wo eine digitale Fabrik eröffnet wurde. Während die Geber in Köln früher von hochqualifizierten Technikern gefertigt wurden, kommen in Slubice angelernte Arbeiter zum Einsatz. Gesteuert wird die Fertigung in Polen, die für die weltweiten Märkte Europa, Amerika und Asien produziert, über die Cloud. Die Montage-Teams werden via Firmencloud und Tablet über den nächsten Auftrag informiert, den sie Schritt für Schritt abwickeln. Angeleitet werden sie durch genaue, auf dem Tablet hinterlegte Arbeitsanweisungen, die über Videos, Schaubilder, Piktogramme und Stücklisten sprachneutral erfolgen. Eingebettet in die Fertigung sind laufende Qualitäts-Checks. Ausgelegt ist die moderne Fertigung auf maximale Variantenvielfalt und kleine Volumina. „Dass diese Flexibilität vom Markt angenommen wird, zeigt sich auch daran, dass unsere durchschnittliche Auftragsgröße bei 1,8 Einheiten liegt“, so Leeser.

Voll nutzen lässt sich das Potenzial, das hinter digitalem Produktbaukasten und vernetzter Fabrik steckt, mithilfe des Online-Produktfinders, der seit drei Jahren im Netz ist. Er macht Schluss mit der zeitintensiven Suche nach dem richtigen Drehgeber. Mit dem interaktiven Search-Tool findet der Anfrager in wenigen Minuten und über ein paar Eingabeschritte exakt den Sensor, der für seine Applikation passt. Abgefragt werden elektronische oder mechanische Parameter wie Messbereich, Pulszahl, Schnittstelle, Auflösung, Schutzart und Wellen- beziehungsweise Flanschgrößen, die einsatzspezifisch gefordert sind. Am Ende steht ein detailliertes Datenblatt für das spezifizierte Produkt. Es ist – wie der gesamte Datenpool auf der Online-Plattform – immer auf dem aktuellen Stand. Bestellt wird ab Losgröße eins, mit Lieferziel von drei Tagen. Seit Kurzem gibt es den Produktfinder auch für mobile Datengeräte wie Smartphones.

Multi-Channel hat Zukunft

Ins Produktsortiment integriert sind die leistungsstarken magnetischen Drehgeber, die Posital zuletzt als robuste und kostengünstige Alternative zu den wesentlich größeren optischen Drehgebern entwickelte. „Neben der Digitalisierung markiert der Switch zur Magnetik den zweiten tiefgreifenden Systemwechsel, dem wir uns in den letzten Jahren unterzogen haben“, so Leeser. Mit einer Auflösung von 16 Bit und einer Genauigkeit von 0,09° haben magnetische Geber der 2013 gestarteten IXARC-Serie die Performance-Lücke zu den Opto-Sensoren geschlossen, die lange bei Präzisionseinsätzen – von Robotern bis zu Handlingsystemen – als gesetzt galten. Den Schlüssel zum Erfolg bildete neue magnetische Drehgeber auf Basis von auf Hall-Sensoren, deren analoge Ausgangssignale von einem leistungsstarken 32-Bit-Mikrocontroller verarbeitet werden – und das in Echtzeit.

Posital will sein digitales Geschäftssystem mit Produktfinder und vernetzter Auftragsfertigung strategisch nutzen, um neue Vertriebswege zu öffnen. Schon länger ist man als B2B-Partner bei Amazon aktiv, und erst jüngst wurde Mercateo, Europas größte Plattform für gewerbliche Einkäufer, als weiterer Vertriebskanal hinzugewonnen. „Unsere digitalen Produktdaten sind so aufgebaut, dass wir sie schnell und bequem in weiteren Sales-Plattformen platzieren können“, erklärt Leeser. „Multi-Channel lautet das Zauberwort für die Zukunft!“

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