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Für einen Kunden aus der Automobilindustrie baute Linear Abrasive die Maschine zum Schleifen von Pleueln mit ununterbrochener beidseitiger Bearbeitung der Teile. Bild: Turck
Drehgeber

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Läuft wie geschliffen

Text: Pascal Friche, Bachofen
Sie heißen Parsifal oder Tristan und Isolde und haben bei Kunden in aller Welt einen starken Auftritt. Die Hochleistungsschleifmaschinen aus den Ateliers des Engineering-Unternehmens Linear Abrasive bringt nichts aus dem Takt. Damit dies so bleibt, müssen die verbauten Sensoren präzise, reproduzierbare Messdaten liefern.

So gewaltig wie die Musik von Richard Wagner ist der Ausstoß der Maschinen, die von den Ingenieuren, Konstrukteuren und Technikern bei der Linear Abrasive Engineering im schweizerischen Marin-Epagnier entwickelt werden. Das Unternehmen konstruiert und fertigt Maschinen für kontinuierliches Hochleistungsschleifen von Werkstücken in großen Serien. Die Systeme verfügen über einen Sockel aus Grauguss und vorgespanntem, armiertem Beton, so dass auch bei hohen Schnittgeschwindigkeiten praktisch keine Schwingungen auftreten.

Die Maschinen kommen überall dort zum Einsatz, wo es um die Produktion großer Volumen von Werkstücken aus Metall geht. Dabei ist höchste Präzi­sion ebenso wichtig wie eine schnelle Durchlaufzeit. Im Grunde genommen sind die Anforderungen der Kunden simpel: Sie wollen auf den grünen Knopf drücken und dann muss die Maschine laufen und laufen und laufen. 24 Stunden am Tag, an 360 Tagen im Jahr. „Sogar reinigen müssen sich die Maschinen selbst“, meint Alain Kobel, Leiter der Abteilung Forschung & Entwicklung Elektrisch.

Erfolgsfaktoren

Die erste Maschine, die vor rund 30 Jahren bei Linear Abrasive konstruiert wurde, war für Deutschland bestimmt. Sie wurde eingesetzt für die Bearbeitung von Seltenen Erden, bei denen es sich um hochwertige Metalle handelt. Heute exportiert und liefert der Hersteller seine Schleifmaschinen an Kunden in Europa und weiteren Märkten, vor allem an Produzenten, die für die Automobilindustrie tätig sind. Diese sind im Besonderen von der Präzision, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Hochleistungsschleifmaschinen überzeugt. Und sie schätzen es, dass der kleine, aber feine Maschinenbauer flexibel und schnell genug ist, um auf ihre spezifischen Wünsche und Bedürfnisse einzugehen.

Dass jede Maschine aus dem Hause Linear Abrasive ein speziell nach Kundenspezifikationen entwickeltes Unikat ist, versteht sich von selbst. Tatsächlich kommen Kunden mit dem Prototyp eines Werkstücks und einem komplexen Anforderungskatalog auf die Entwicklungsabteilung zu. Ebenso evident ist, dass die Ansprüche der Kunden mit jeder neuen Applikation zunehmen. Um sie aufzufangen, braucht es Erfindergeist und oft auch neue Techniken. Dies nicht zuletzt in Bezug auf einzelne Bauteile der Maschine. So sind zum Beispiel in einem aktuellen Projekt für einen anspruchsvollen Kunden aus der deutschen Automobilindustrie die Sensoren ein wichtiges Thema, da diese für einen präzisen Verarbeitungsprozess eine Schlüsselrolle spielen.

Präzise Sensorik

Die Ingenieure des Maschinenbauers sahen sich auf dem Markt nach passenden Produkten um und wurden bei Bach­ofen fündig, der Vertretung von Turck in der Schweiz. „Jede Maschine, die wir entwickeln und konstruieren, ist eine Herausforderung. Um diese zu bewältigen, benötigen wir die Unterstützung von technisch versierten Partnern, die Antworten auf unsere Fragen haben. Mit reinen Verkäufern ist uns nicht gedient“, so Alain Kobel. Die Turck-Vertretung stellte verschiedene Sensoren aus ihrem Portfolio leihweise zur Verfügung, mit denen in den Ateliers von Linear Abrasive vorbereitende Tests durchgeführt werden konnten. Kobel lobt die Ansprechpartner: „Sie haben uns auch mit entsprechender Beratung unterstützt. Somit waren wir in der Lage, diejenigen Produkte auszuwählen, die präzise unseren Anforderungen entsprachen.“

Mit seinem Team entschied er sich letztendlich für die Sensoren von Turck. Zum Einsatz kommen neben einem hochpräzisen Neigungssensor, der besonders EMV-resistent ist, ein induktiver analoger QR24-Drehgeber und ein induktiver Ri-Winkelsensor, die sich beide durch Prozesssicherheit und Robustheit auszeichnen. Dies ermöglicht ein neues Messprinzip, das auf einer innovativen Schwingkreiskopplung basiert und keine magnetischen Positionsgeber mehr erfordert. Dadurch sind die Sensoren unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen, wie sie etwa von großen Motoren ausgehen können. Die robusten Sensoren sind aufgrund des vollkommen berührungslosen Funktionsprinzips wartungs- sowie verschleißfrei. Sie bieten laut Hersteller die Gewähr für hohe Reproduzierbarkeit, Auflösung und Linearität über einen großen Temperaturbereich.

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