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Interaktive Glaskugel

Text: Jean-Philippe Roman, AVT Foto: AVT
Geradeaus auf einen Bildschirm schauen - das war gestern, heute sollen kugelrunde Displaysden Zuschauer auf Messen und Events begeistern. Ein integriertes Bildverarbeitungssystem ermöglicht die Interaktion mit dem Bediener und sorgt so für ausgefallene Unterhaltung.

Wenn ein Kugelfisch sich bedroht fühlt, bläst er seinen elastischen Bauch auf. Die kugelige Übergröße nutzt der Fisch, um den Feind in die Flucht zu schlagen. Diese Besonderheit der Natur nahm die Firma Pufferfish aus Schottland als Vorbild für einen 360°-Videobildschirm. Das Unternehmen hat eine Display-Technik entwickelt, die auf sphärischer Projektion basiert. Die Display-Kugeln kamen bereits bei vielen Events und Messen zum Einsatz, zum Beispiel beim Eurovision Song Contest oder der Viva-la-Vida-Tour der Band Coldplay.

Ansicht von allen Seiten

Als kugelförmiges Display kann die Puffersphere von allen Richtungen aus betrachtet werden kann - sowohl horizontal als auch vertikal. Sie existiert in verschiedenen Ausführungen mit Durchmessern von 60 Zentimetern bis vier Metern. Die Kugeln können auf den Boden aufgestellt, aber auch an einer Wand oder Decke aufgehängt werden. Während des Betriebs sind sie in alle Richtungen beweglich - zum Beispiel als Teil einer Bühnenshow. Die größeren Modelle sind aufblasbar, sodass sich das System leicht transportieren und installieren lässt. Das System ist mit einer Auswahl an professionellen Projektoren kompatibel. Eine spezielle Optik aus eigener Entwicklung ermöglicht die sphärische Projektion.

Interaktion und Multitouch

Die Pufferspheres bieten sich nicht nur als passive Displays an. Die kompakten Modelle wurden um eine interaktive Version erweitert: Berührungen an der Kugeloberfläche lösen dann visuelle Effekte und Animationen in Echtzeit aus. So kann das System mit mehreren Personen gleichzeitig interagieren. Diese Funktionalität beruht auf einer Bildverarbeitungsanwendung. Sie identifiziert und lokalisiert die Berührungspunkte auf dem Bildschirm. Eine kompakte Digitalkamera des Typs Guppy-Pro-F-032 von Allied Vision Technologies (AVT) ist in der Basis des 360°-Vollbildschirms montiert und überwacht von innen die gesamte Oberfläche. Um die Schatten der Finger von den projizierten Inhalten zu unterscheiden, ist die Kamera mit einem IR-Pass-Filter ausgestattet. Die Bilder werden über die schnelle Firewire-Schnittstelle (IEEE1394b) der Kamera an den System-PC übertragen und in Echtzeit analysiert. Die Software wurde auf CCV-Basis (Community Core Vision) programmiert und generiert visuelle Effekte je nach Position und Bewegung der Hände auf der Kugel. “Unsere Kunden aus der Unterhaltungsbranche zum Beispiel Fernsehsender oder Konzerne wie IBM oder Vodafone, nutzen die Puffersphere für Werbezwecke“, erklärt Geoff Kell, Geschäftsführer von Pufferfish. „Sie fordern eine technische Lösung, die nicht nur dem Publikum ein unvergessliches Erlebnis beschert, sondern auch absolut zuverlässig und stabil funktioniert“. Pufferfish entschied sich für die Guppy-Pro, weil sie sich leicht integrieren ließ und hohe Qualität und Zuverlässigkeit bot. Außerdem stehe dem Kugelbauer mit dem AVT-Vertriebspartner Stemmer Imaging, ein kompetenter Partner bei technischen Fragen zur Seite, so der Pufferfish-Geschäftsführer weiter.

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