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Text: Frank Kretzschmar, Euchner
Passwörter bieten oft unzureichenden Schutz vor Fehlbedienungen. Im Qualitätsmanagement bei der Senfherstellung bedient man sich daher einer elektronischen Zugriffskontrolle.

In Düsseldorf wird seit rund 100 Jahren Löwensenf hergestellt. In den Produktionshallen des gleichnamigen Unternehmens werfen im Bereich Abfüllung Kameras ihren scharfen Blick auf mit Senf gefüllte Tuben, bevor diese an eine Verpackungseinheit weitergeleitet werden. Das Kamerasystem kontrolliert im Rahmen des Qualitätsmanagements (QM), ob zum Beispiel „das auf die Tube gedruckte Datum und die Uhrzeit vorhanden und lesbar sind oder der Falz in Ordnung ist“, sagt Rainer Lang, Technischer Leiter bei Löwensenf. Um Fehlbedienungen des QM-Systems und der Verpackungseinheit zu vermeiden, suchte Löwensenf eine sichere Zugriffsverwaltung, die zudem den strengen hygienischen Vorgaben der Lebensmittelbranche entsprechen musste. „Uns war vor allem wichtig, die Systemparameter zu schützen“, so Lang. Die Steuerungen stellen zwar Passwortfunktionen bereit, doch Passwörter würden schnell die Runde machen.

Recherchen und die Empfehlung eines Maschinenbauers brachten den Technischen Leiter auf das Electronic-Key-System (EKS) Light von Euchner. Dabei handelt es sich um ein Nur-Lese-System mit interner Benutzererkennung für kleinere und dezentrale Applikationen. Es ermöglicht den kontrollierten Zugriff auf einzelne Maschinen, ganze Anlagen oder andere Einrichtungen.

Interne Benutzererkennung

Der Benutzer identifiziert sich durch einen elektronischen Schlüssel mit RFID-Transponder an der Schlüsselaufnahme. Eine Steuerung ist bei EKS Light für diese Prüfung nicht erforderlich. War die Identifizierung erfolgreich, erhält der Benutzer die für ihn hinterlegten Berechtigungen. Bei Löwensenf kommt EKS Light in der modularen Ausführung zum Einsatz: Schlüsselaufnahme und Elektronik können räumlich voneinander getrennt montiert werden. Zudem ist die Schlüsselaufnahme für Anwendungen in hygienisch sensiblen Bereichen gestaltet und lässt sich daher einfach reinigen. „Dank der Standard-Montagebohrung von 22,5 mm Durchmesser ließ sich die Schlüsselaufnahme sehr leicht im Gehäuse der Bedienungseinheit montieren. Die wasserdichte, hygienische Ausführung mit Schutzart IP69K war für uns sehr wichtig“, sagt Rainer Lang. Die Elektronik wiederum sitzt Platz sparend im Gehäuse.

Vier Zugriffsstufen

In der Elektronik wurden für das QM-System vier Zugriffsstufen hinterlegt. Stufe 1 entspricht dem einfachen User, der ohne Chip die Grundfunktionen der Maschine bedienen darf. Ab Stufe 2 ist eine Identifizierung erforderlich, da hier Einstellungen geändert werden können. Stufe 3 ist dem Qulitätsmanagement vorbehalten, während Stufe 4 Adminstratorrechte besitzt. Die in jeder Stufe zur Verfügung stehenden Maschinenfunktionen werden an einem Touchscreen angezeigt. Lang findet es praktisch, dass man den gleichen Chip auch an der Maschinen verwenden kann, bei der drei Sicherheitsstufen gelten.

Die Programmierung der Chips erfolgt an einem Windows-Rechner im Büro des Technischen Leiters. Darauf befindet sich die Software Electronic-Key-Manager EKM. Der Chip wird zum Programmieren einfach in eine EKS-Schlüsselaufnahme gesteckt, die mittels USB-Anschluss mit dem Laptop verbunden ist. „Das Einarbeiten in die Programmierung nahm nur wenig Zeit in Anspruch“, sagt Lang zufrieden. Wegen dieser positiven Erfahrungen ist für ihn klar: „Wir werden EKS Light in weiteren Bereichen des Unternehmens einführen.

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