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Die Gesprächsrunde von links: Heiko Frohn, Geschäftsführer von Vitronic, Lou Hermans, COO von CMOSIS, Olaf Munkelt, Geschäftsführer von MVTec, Torsten Wiesinger, Geschäftsführer von IDS Imaging und Anne Wendel , VDMA Robotik + Automation, Industrielle Bildverarbeitung Bild: Messe Stuttgart
Das bewegt die Bildverarbeitung

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Endverbraucher, Konkurrenz aus der Consumer-Branche und Industrie 4.0

Text: Simone Käfer, A&D

Der VDMA verkündete auf dem Vision CEO Roundtable, dass die deutsche Bildverarbeitungsbranche 2015 mit einem Wachstum von über 10 Prozent rechne, für 2016 mit 8 Prozent. Im Vergleich zu einem Wachstum von 16 Prozent in 2014 wird also eine Abschwächung vermutet, die sich unter anderem mit einer geringeren Wachstumsrate in China und einer Krise der Automobilindustrie erklärt. Gudrun Litzenberger vom VDMA Fachverband Robotik + Automation zeigte in ihrer Studie, dass Kompaktsysteme auf dem Vormarsch sind. Sie legten im vergangenen Jahr um 24 Prozent zu, die Spitzenreiter Vision-Systeme um 18, Kameras um 15 Prozent. Es lässt sich also ein Trend hin zur Miniaturisierung ableiten, sowie allgemein zum Einsatz von Bildverarbeitungssystemen.

Endverbraucher treiben die Technik voran

Als Treiber ihres Marktes identifizierten die Branchenvertreter den Endanwender als Privatperson. Denkt man nur an die Qualität, die in einem Smartphone steckt, hohe Auflösung, Touch-Funktion, Softwareanalyse, einfache, selbsterklärende Bedienung und Apps. Es ist klar, dass die Bedienung einfacher werden muss, und dass das System ohne Dokumentation von sich selbst lernen soll. Wenn die Vorteile von Verbraucheranwendungen bereits so deutlich sind, stellt man sich Frage, ob dort nicht eine Konkurrenz auf die Bildfläche tritt. „Nein“, da sind sich die anwesenden Olaf Munkelt, Geschäftsführer von MVTec, Heiko Frohn, Geschäftsführer von Vitronic, Lou Hermans, COO von CMOSIS und Torsten Wiesinger, Geschäftsführer von IDS Imaging, einig. „Wir sind direkt an unseren Kunden dran, kümmern uns um ihre Bedürfnisse und können ihre Wünsche umsetzen“, meint Wiesinger. da müssen die Bildverbeiter am Industriemarkt keine Konkurrenz von anderen wie Apple fürchten, denn die begeben sich nicht in die Anwendung hinein. „Aber ihre Technik wird auch bei uns für Veränderungen sorgen“, ist sich Frohn sicher.

Günstiger für mehr Möglichkeiten

Der Preisverfall, der sich seit einigen Jahren durch die IBV zieht, hat auch klare Vorteile: „Neue Ideen werden geschaffen“, erklärt Hermans, denn durch die günstigeren Komponenten und Systeme können auch an vorher unrentablen Anwendungen Bildverarbeitungsprozesse stattfinden. Diese stellen mitunter aber auch neue Anforderungen an Hard- und Software.

Die Branchenmesse Vision spricht nicht nur davon international zu sein: 50 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland, sagt Florian Niethammer, Projektleiter der Vision. Doch hier herrschen mitunter andere Regeln. So gehöre in Asien der Service selbstverständlich zum Kaufprozess dazu, berichtet Frohn. Inwieweit sich die deutschen Hersteller dahingehend umstellen müssen, bleibt offen.

Die IBV in der smarten Fabrik

War vor einem Jahr Industrie 4.0 noch kein spannendes Thema im Bildverarbeitungsmarkt, sehen die Anwesenden des Roundtables nun ihr Geschäft als Schlüsselkomponente der smarten Fabrik. Denn Produktion und Handhabung werden durch kollaborierende Roboter flexibler. Um diese aber einsetzen zu können, besonders Zweiarm-Roboter, wird die Bildverarbeitung ein entscheidendes Element, ist sich Munkelt sicher; auch im Erkennen von Werkstücken, sie aufzunehmen und dem Werker zu übergeben. Ebenfalls ein Thema in diesem Kontext sind Anwendungen für Griff in die Kiste. Wiesinger weiß, dass 3D-Applikationen noch ein Nischenmarkt sind, aber langsam kämen die Bildverarbeiter nun auch hier an.

Was wäre ein Industrie4.0-Gespräch, ohne dass das Thema Cloud fällt? So auch hier, wenn jedoch verhalten: Es gibt bereits vereinzelte Kunden, die sich mit ihren Bildverarbeitungsanwendungen in der Cloud tummeln, erzählt Munkelt. Allerdings kämen für die Industrie lediglich reine Offline-Anwendungen in Frage, da eine Einbindung der Cloud in den Prozess eine Echtzeitkommunikation ausschließe.

Trotzdem stellen sich die IBVler die gleichen Fragen, wie viele andere Komponentenhersteller auch: brauchen wir zusätzliche Schnittstellen? Welche Sicherheitstechnik wird nötig sein? Wenn es in die Cloud geht, wie müssen wir Datenbanken abbilden? Wie müssen wir mit SAP kommunizieren? Aber mit einem ist sich Munkelt bereits jetzt sicher: „Die Bildverarbeitung wird sich in zukünftigen Produktionsumgebungen neu positionieren.

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