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Ein Band zum Umlenken

Text: Klaus-Manfred Steinich, ASM Fotos: ASM
Häufiges Umlenken bringt Wegseilsensoren an ihre Leistungsgrenzen. Wegbandsensoren hingegen kommen mit häufigem, auch gegenläufigem Umlenken sowie hohen Sicherheitsanforderungen zurecht. Damit eignen sie sich für mobile Anwendungen oder Offshore.

Sensortechnik ist in mobilen Kranen besonderen Anforderungen ausgesetzt: Aufgrund der Enge muss häufig gegenläufig umgelenkt werden. Gängige Wegseilsensoren haben durch die geringere Biegewechselzahl einen überdurchschnittlichen Verschleiß. Da bei mobilen Arbeitsmaschinen die Betriebs-sicherheit besonders wichtig ist, sind Alternativen gefragt.

Mit den Wegbandsensoren der Modellreihe Positape von ASM steht jetzt eine Technik zur Verfügung, welche die geforderte Betriebssicherheit und Präzision liefert. Die Messung erfolgt anstelle der üblichen Seile mit Hilfe eines flexiblen Edelstahlbands, das 10 mm breit und 0,08 mm dünn ist. Dieses Band lässt sich verschleißfrei und ohne Bruch auch mehrfach um Umlenkrollen führen. Tests ergaben, dass sogar doppeltes Umlenken in gegenläufiger Richtung bewältigt wird und zu Ergebnissen führt, die mit Seilen nicht realisierbar sind. Wegbänder haben gegenüber -seilen bei einfacher Umlenkung eine doppelte Lebensdauer. Diese steigt bei zwei Rollen und gleichzeitig gegenläufiger Richtung auf nahezu das Zehnfache. Die Positionsbestimmung erfolgt mit analogen oder digitalen Drehwinkelgebern. Sie sind mit der Bandtrommel gekoppelt und messen deren Drehwinkel, das Band bleibt unverändert.

Geringe Linearitätswerte

Aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse beim Einbau ist der Wegsensor axial schmal gebaut; so lässt sich das Band auch häufig oder auf sehr kleine Rollen umlenken. Das geschieht, indem das Band Lage für Lage über eine Trommel gewickelt wird. Mit jeder 360°-Umdrehung nimmt der Trommelumfang zu, was zu Auswertungsproblemen führen kann. Doch diese lassen sich elektronisch eliminieren. Die so erreichten Linearitätswerte von ±0,1 Prozent sind in der Regel ausreichend. Manche Anwendungen erfordern allerdings eine Linearität von bis zu ±0,05 Prozent, die Wegbandsensoren optional unterstützen. Die komplett vergossene Sensorelektronik der verwendeten Multiturn-Absolut-Encoder erfasst Messwerte auch dann, wenn Wasserkondensat ins Gehäuse eindringt.

Wichtig im Bereich der mobilen Maschinen ist auch eine Toleranz gegenüber den maximalen Beschleunigungswerten. Messbänder können im Gegensatz zum Seil nicht von der Mess-trommel springen und tragen somit zu mehr Sicherheit bei, sollte die zulässige Beschleunigung überschritten werden.

Die Wegband-Produktpalette umfasst Modelle für verschiedene Einsatzbereiche, vom kompakten WB10ZG mit Messlängen von 2 m bis zum WB21 mit 20 m. Bei allen Sensoren mit Messlängen von mehr als zwei Metern ist die Schutzart IP67 Standard. Für Anforderungen im Offshore-Einsatz ist Wegband-Sensor WB100 geeignet. Die komplett vergossene Sensorelektronik stellt sicher, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann. Der Edelstahl des bis zu 10 000 mm langen Messbands ist rostfrei und salzwasserbeständig.

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