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Augensichere LED-Technik

Text: Thorsten Schroeder, Pepperl+Fuchs
Ein neuer zweidimensionaler Mehrstrahl-LED-Scanner kombiniert ein weiterentwickeltes, echtes Pulslaufzeitverfahren mit einer mehrkanaligen Messung. Das robuste und vibrationsfeste Gerät fügt dem menschlichen Auge keinen Schaden zu.

Der neue Mehrstrahl LED-Scanner R2100 von Pepperl+ Fuchs ist aus einem mehrkanaligen Sende- und Empfangselement aufgebaut. Zur Detektion wird die Pulse Ranging Technology (PRT) verwendet, ein weiterentwickeltes, echtes Pulslaufzeitverfahren. Die Fähigkeit zweidimensional zu messen, erhält der Scanner durch die mehrkanalige Messung mit mehrfach nebeneinander angeordneten Sendeelementen. Diese spannen einen Scanbereich von 88 Grad auf.

Im Gegensatz zu bisherigen 2D-Laserscannern verzichtet das Gerät auf den Einsatz von bewegten Teilen wie zum Beispiel Motor oder Lager, wodurch er weniger aufwendig konstruiert und demzufolge sehr robust und langlebig auch bei mechanischen Belastungen ist. „Der R2100 ist ein statischer Scanner. Dadurch, dass er keine bewegten Teile hat, ist er insbesondere bei vibrationsreichen Applikationen, deutlich überlegen“, erklärt Peter Adolphs, Geschäftsführung Entwicklung und Marketing bei Pepperl+Fuchs. Außerdem ist die hohe Messgeschwindigkeit zu erwähnen.

LEDs zum Schutz des Personals

Bisher konnten Anwendungsfeler des R2100 nur mit Laserscannern, also teuren, beweglichen Teilen oder mit Produkten für Nischenanwendungen gelöst werden. Gleichwohl gibt es viele Applikationen, die nach kostengünstigeren Lösungen verlangen. „Bis heute gab es keine mehrstrahligen PRT-Lösungen, daher ist das Produkt eine absolute Neuheit am Markt“, sagt Adolphs.

Erstmalig werden beim R2100 LEDs als Sendeelement eingesetzt, die infrarotes Sendelicht abstrahlen. Der Sensor arbeitet mit einer Reichweite von bis zu 8 m auf natürliche Ziele. Der Einsatz von LED-Technik hat neben dem Kostenaspekt die Vorteile, dass das Messsystem augensicher arbeitet und somit in allen Arbeitsbereichen ohne Gefährdung des Personals eingesetzt werden kann; zugleich ist ein Einsatz bei Temperaturen möglich, die ein Halbleiterlaser nicht bietet. Im Vergleich zu marktüblichen Laserscannern zeichnen sich die Sende-LEDs durch einen großen Lichtfleck aus. Das Messen auf eine Fläche und nicht auf einen Punkt begünstigt die Messung unebener Oberflächen.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Auf Grundlage von echter Puls-Laufzeit-Messung bietet der R2100 dem Anwender eine hohe sensorische Leistung und eine außergewöhnliche Funktionalität. Mit seinen Eigenschaften eignet er sich nicht nur zur Bewältigung von Aufgaben in den klassischen Industriebreichen wie Fördertechnik und Logistik, sondern hat auch das Potential, zahlreiche neue Aufgaben in der Automatisierungstechnik zu erschließen. Zum Beispiel im Bereich Mobile Equipment in der Schwaden- und Mähkantenerkennung oder im Gebiet des Kollisionsschutzes. „Der R2100 ist immer dann geeignet, wenn eine Abtastung von einem begrenzten Winkelfeld vorliegt, mit einer relativ geringen Winkelauflösungen, zum Beispiel beim Kollisionsschutz oder der Objekterfassung über größere Erfassungsbereiche“, erklärt der Geschäftsführer.

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