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Bild: Loongar, iStock; Kostal
Antriebstechnik

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Domino mit Regler

Text: Marcus Gradilone und Markus Vetter, beide Kostal
Im Mittelpunkt steht ein Antriebsregler, darum scharen sich Schnittstellen zur individuellen Gestaltung eines Antriebs­konzeptes. Mit seiner Plattform schafft ein Antriebshersteller den Spagat zwischen Großserienfertigung und unterschied­lichen Ansprüchen einzelner Kunden.

Vom Antriebsregler Inveor ausgehend definierte Kostal Industrie Elektrik die wichtigsten Schnittstellen zu Kundenapplika­tionen. Denn sie wollten ein modular konfigurierbares Produkt entwickeln, das jeder einzelne Kunde sich nach seinen Bedürfnissen zusammenstellen kann. So entstand die Inveor Antriebsregler-Plattform und der Slogan „Intelligent verbinden“.

Die Plattform baut sich auf fünf Ebenen auf. Die erste ist die Variabilität, welche die Plattform mit fünf Baugrößen von 0,25 bis 22 kW an zu regelnder Motorleistungen abdeckt. Auf der zweiten Ebene wartet der Inveor durch sein Adaptionskonzept mit einem umfangreichen Sortiment an Universal- und motorspezifischen Adapterplatten auf. Das macht ihn für fast jeden Motor am Markt einsetzbar. Die dritte Ebene bezieht sich auf die Art des zu regelnden Motors: Das Regelungskonzept der Plattform ist so ausgelegt, dass alle Motoren, von Asynchron- bis Synchronmaschine, problemlos damit betrieben werden können.

Mit Mensch und Maschine verbunden

Die vierte und fünfte Ebene beziehen sich auf die Kommunikations­umgebung und die Bedienung des Inveors. Gerade in diesen beiden Ebenen spiegeln sich die intelligenten Verbindungen zum Menschen und anderen Maschinen wider. Beispielsweise achteten die Entwickler auf größtmögliche Flexibilität zur Kommunikations­umgebung, also der Maschine. So können Anwender aus unterschiedlichen Feldbusmodulen das für sie relevante Bus­system auswählen, egal ob CANopen, Profibus, Profinet, Mod­bus, Ethercat oder eine Sercos-Umgebung. Damit kann der Antriebsregler einfach in vorhandene Automatisierungsprozesse eingebunden werden, ohne dass Anwender von ihrem bisher genutzten Feldbussystem abweichen müssen.

Auch in der Bedien- und Beobachtungsebene sind die Anforderungen breit gefächert. Sie reichen von einfachen Funktionen für eine stabile Bedienung direkt am Gerät bis hin zur Einbindung in Leitsysteme. Vor diesem Hintergrund bietet der Inveor je nach Applikation oder persönlicher Präferenz des Anwenders ein großes Sortiment für die Bedienung des Gerätes. Das intuitive Bedien- und Programmierkonzept sorgt für eine möglichst einfache und schnelle Inbetriebnahme des Antriebsstrangs. Die einfachste Art der Bedienung erfolgt über ein gehäuseintegriertes Potentiometer mit zugehörigen LEDs, welche die Betriebszustände anzeigen. Die nächste Komplexitätsstufe ist eine gehäuseintegrierte Folientastatur, mit der alle Grundfunktionen der Antriebsregler-Plattform direkt am Gerät eingestellt werden können. Das Handbediengerät (MMI) bietet neben dem Bedienen der Grundfunktionen auch eine konkrete Rückmeldung in Form einer Klartextanzeige. Dieses MMI gibt es in zwei Versionen: gehäuseintegriert direkt im Deckel oder als externes Zubehör.

Dort, wo Masterfunktionalität oder Visualisierung gewünscht ist, werden Touchterminals genutzt, die innerhalb eines Feldbussystems Funktionen zuordnen können. Durch ein intuitives und zentrales Bedienen können Mehrfachsysteme über ein Gerät angesteuert, automatisiert und visualisiert werden. Die Anbindung der Touchpanels erfolgt über 2x RS485. So werden anspruchsvolle Applikationen zu einem wirtschaftlichen Preis realisiert.

Daneben bietet eine PC-Software, die Kunden kostenlos auf der Webseite von Kostal bereitgestellt wird, dem Anwender umfangreiche Möglichkeiten zur Bedienung und Konfigura­tion seines Inveors. Sie erfasst über 50 Zustände und wertet sie aus, darunter Über- und Unterspannung, Kurzschluss, Motor- und Umrichtertemperatur oder Kipp- und Blockierschutz. Der Kunde entscheidet, welche Funktionen und Parameter er implementieren möchte. In der Software ist außerdem ein vierkanaliges Oszilloskop und eine Datenloggingfunktion hinterlegt. Die erfassten Daten können als Excel-Tabelle ausgegeben werden.

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