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Viel mehr als schweißen

Text: Manfred Stern, Yaskawa Foto: Yaskawa
Roboter sind für ihre Fertigkeiten im Schweißen bekannt. Zunehmend erobern sie sich jedoch auch andere Tätigkeitsfelder. Manfred Stern, President & COO von Yaskawa Europe, erklärt, wie Yaskawa die Einsatzbereiche von Robotern erweitern will.

Roboter erobern sich immer mehr Tätigkeitsfelder. Waren es ursprünglich Schweißanwendungen, in denen sich die Industrieroboter etabliert haben, so hat sich die Roboterautomation mittlerweile ein breites Spektrum an Applikationen in vielen Industriebereichen erkämpft. Doch die Ausbreitung schreitet weiter voran - längst sind auch Anwendungen außerhalb der traditionellen Industrie im Fokus. So genannte Serviceroboter übernehmen Dienstleistungen im Labor oder unterstützen den Endverbraucher.

Zweiarmiger Roboter

Funktionalität und Wirkungsumfeld eines Serviceroboters unterscheiden sich deutlich von denen eines Industrieroboters. Yaskawa hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Brücke zwischen beiden Welten zu schaffen. Eine Brücke, die es erlaubt Technik und Erfahrungen aus dem industriellen Umfeld mitzunehmen und fließend neue Anwendungsfelder zu erschließen. Einen Meilenstein auf diesem Weg hin zu neuen Anwendungen stellte die Markteinführung der Dual-Arm-Roboter-Familie SDA dar. Wenn es um Lösungen in komplizierten, bisher nur dem Menschen vorbehaltenen Aufgaben geht, markiert der zweiarmige Roboter einen Paradigmenwechsel. Von einem streng auf eine Anwendung hin konstruierten Roboter, wie es die verbreiteten Scara- und Knickarmroboter sind, orientiert sich der SDA an der Anatomie des Menschen - erweitert jedoch um wichtige Freiheitsgrade, was die Beweglichkeit im Raum betrifft. Mit seinen 15 Achsen bewegt sich ein solcher Roboter ähnlich wie ein Mensch. Notwendige Voraussetzungen für den Einsatz dieser Gattung sind jedoch die Anwendung von Methoden aus der Sensorik (um Kräfte kontrolliert einzusetzen) und der Haptik (um die Umwelt zu erfühlen), sowie die Verwendung ausgefeilter Greifertechniken.

Fließender Übergang

Den Zweiarmern kommt eine Brückenfunktion zu. Eine Auflistung von praktischen Anwendungen für SDA-Roboter zeigt den nahtlosen und fließenden Übergang von industriellen hin zu serviceorientierten Anwendungen :

�?� Kompletter Zusammenbau von komplexen Differentialgetrieben in der Automobilindustrie �?� Einsatz in modularen Montagezellen für komplexe Teile und Systeme �?� Vollautomatische Qualitätskontrolle von Fertigungsteilen �?� Vollautomatische Handhabung und Analyse von Blutproben in medizinischen Laboratorien �?� Flexibler Einsatz in Physiotherapie und Rehabilitation �?� Einsatz in kommerziellen Endkundenbreichen, zum Beispiel in Freizeiteinrichtungen zur Zubereitung und Ausgabe von individuell konfigurierter Eiscreme, von Speisen und Getränken

Die Liste zeigt nur einen schmalen Ausschnitt realer Einsätze. Sie macht jedoch den Trend vom Einsatz als Maschine unter Maschinen hin zum Einsatz als Maschine in Kooperation mit Menschen deutlich. Der Trend geht weg von der Produktionshalle, über Laboratorien, bis zum Lebens- und Freizeitbereich des Menschen. Allerdings ist noch viel Ingenieurskunst und Entwicklungsarbeit erforderlich, um die weitere Ausbildung von Servicerobotern voranzutreiben. Der SmartPal 7 ist Ausdruck des aktuellen Entwicklungsstands der Service-Roboter bei Yaskawa. Schon in der 7. Generation sind die Roboter dazu konzipiert, im Lebensumfeld des Menschen zu agieren und zu interagieren. Der SmartPal 5 zeigte bereits, wie man Menschen in einem Wohnumfeld mit Lebensmitteln aus dem heimischen Kühlschrank und mit der passenden Lektüre, ob Buch oder Tageszeitung, versorgt. Die neue Generation zeigt Verbesserungen in der Steuerung und der Kommunikation mit dem Menschen. Die Kommunikation erfolgt durch Gestik. Dabei kommt die Microsoft-Technik der Spielekonsole Xbox 360 zum Einsatz . Die Steuerung kann auf diese Weise ferngesteuert, über das Internet von einem beliebigen Standort erfolgen.

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