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„Mitsubishi-Electric-Roboter bieten viele Schnittstellen und Funktionen als Standard schon ab Werk an.“ Martin Mühlbauer, Vertriebsingenieur KTC Süd-Ost von Mitsubishi Electric Europe. Bild: A&D
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„Unsere Offenheit unterscheidet uns von anderen Anbietern“

Text: Harry Jacob, A&D
Auf zwei Dinge können sich Systemintegratoren beim Einsatz von Mitsubishi-Electric-Robotern verlassen: Eine einheitliche Programmierung über alle Größen hinweg und freier Zugang zu vielfältigen Funktionen und Schnittstellen. Was der Hersteller auf Seiten der Hardware plant, verrät Martin Mühlbauer, Vertriebsingenieur KTC Süd-Ost von Mitsubishi Electric Europe.
A&D:

Was sind derzeit die ­wichtigsten Anforderungen an Roboter-­Anwendungen?

Mühlbauer:

Unsere Kunden und Partner verlangen Flexibilität und Produktivität für ihre Roboterzellen. Durch unsere offenen Netzwerke und Standards können die Roboter flexibel in bestehende Anlagen integriert, aber auch effizient in neue Anlagen eingeplant werden. Durch die iQ-Platform von Mitsubishi Electric verfügen die Roboter sogar über eine direkte Einbindung auf unsere SPS-Plattform, die mit vielen Modulen zur effizienten Automatisierung erweitert werden kann. Dazu stehen auch alle Schnittstellen im Sinne von Industrie 4.0 zur Verfügung, um eine durchgängige Kommunikation zu gewährleisten. Produktivität schaffen unsere Roboter mit Spitzenwerten in Geschwindigkeit und Präzision, dauerhafter Verfügbarkeit und Wartungsintervallen erst alle 24 000 Betriebsstunden.

Wie sieht es mit Sicherheit und Roboterkollaboration aus?

Das Thema Safety zieht sich durch die gesamte Industrie und ist auch für uns ein wichtiger Punkt. Seit diesem Sommer bieten wir auf dem Robotercontroller die Option Melfa SafePlus an. Das heißt, der Systemintegrator braucht keine externe Steuerung, er muss nicht aufwändig programmieren, sondern es ist alles integriert. Und statt des sicheren Abschaltens kann der Roboter den Betrieb in einem von drei sicheren Modi fortsetzen, mit sicherer Geschwindigkeit, sicherem Drehmoment oder sicheren Positionen. Letzteres bedeutet, dass der Arbeitsbereich durch eine virtuelle Wand begrenzt ist, durch die der Roboter nicht fahren kann und die den Arbeiter schützt. Eigene kollaborierende Roboter sind ebenfalls in der Entwicklung und werden in den kommenden Jahren vorgestellt.

Welche weiteren Neuerung gibt es?

Wir werden weiter unser breites Portfolio ausbauen und Knickarm-Roboter mit größeren Traglasten anbieten.

Damit stoßen Sie erstmals in eine höhere Gewichtsklasse vor…

Das ist richtig, bislang reicht unser Roboter-Portfolio mit Scara- und Knickarm-Robotern von 1 Kilogramm bis 20 Kilogramm. In diesen Traglasten und Reichweiten bis 1503 mm sind wir mit unserer hohen Geschwindigkeit und Präzision sehr gut aufgestellt. Aber am Ende der Fertigungslinie, wenn die Produkte in größere Einheiten verpackt oder palettiert werden müssen, dafür hatten wir bislang nichts im Sortiment. Und das wollen wir ändern, so dass wir alles aus einer Hand bieten können, vom Anfang bis zum Ende der Produktionsstrecke. Für unsere Systempartner ist das sehr attraktiv, da bei Mitsubishi Electric die Roboter alle Größen denselben Controller haben und identisch programmiert werden – egal ob Scara- oder Knickarm-Roboter.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Mitsubishi Electric stellt dafür viele Möglichkeiten zur Verfügung. Neben unserer RT ToolBox2 zur Roboterprogrammierung und Simulation bieten wir mit Melfa Works ein Plug-In für SolidWorks an. Damit können in der CAD-Software Bahnen für die Roboterbewegungen angelegt, simuliert und analysiert werden, man kann Störkanten finden und Taktzeiten ermitteln. Zusätzlich haben wir zahlreiche Schnittstellen geschaffen, die dem Maschinenbauer eine einfache Programmierung erlauben.

Wie bekommt man Zugang zu diesen Schnittstellen?

Alle unsere Schnittstellen stehen mit sämtlichen Funktionen jedem Systemintegrator offen. Die Partner müssen also nichts zukaufen oder freischalten lassen. Wir bieten sehr viele verschiedene Schnittstellen an, was nicht heißt, dass die Programmierung sehr komplex wäre, sondern nur, dass wir für zahlreiche Anforderungen jeweils die passende Schnittstelle realisiert haben. Der offene Zugang führt dazu, dass die Maschinenbauer auf Basis unserer Roboter ein breites Spektrum an Anwendungen realisieren. Das Prüf- und Qualitätssicherungssystem von Systec ist nur ein Beispiel dafür. Hier wurde die Echtzeitschnittstelle genutzt, um die Datenerfassung und Programmierung in Labview zu realisieren.

Muss jeder Partner solche Aufgaben selbst programmieren, oder gibt es eine Plattform zum gegenseitigen Austausch?

Natürlich kann jeder seine eigene Lösung realisieren aber es gibt auch Partner, mit denen wir Lösungen dafür anbieten. Mit unsererm Automation Network und der Mitsubishi e-Factory Alliance, eine weltweite Initiative mit mehr als 1000 Partnern, bieten wir zudem komplette Produkte oder Bibliotheken zur Umsetzung von Automatisierungslösungen an. Die e-Factory-Partner sorgen unter anderem dafür, dass Hardware-Erweiterungen und Sensorik direkt mit unseren Robotern kommunizieren können, ohne dass ein PC dazwischen geschaltet werden muss. Hier finden sich Lösungen wie das Versionsmanagement von Auvesy, die Anbindung von Cognex-Kameras oder Vision-Lösungen von Datalogic. Weitere Allianzpartner sind unter anderem Balluff, Eplan und Visual Components.

Gehört Systec ebenfalls zur e-Factory Alliance?

Systec ist als Automation Center Teil des Automation Networks, welches seit fast 20 Jahren das Systemintegratorennetz von Mitsubishi Electric ist. Hier werden im Gegensatz zur e-Factory Alliance, die eher in Richtung strategische Lösungen geht, im operativen Bereich Gesamtlösungen für den Automatisierungsbereich angeboten. Das Netzwerk besteht aus Spezialisten aus den Bereichen Automatisierung, Antriebslösungen, Robotik und Dienstleistung.

Kommen solche Initiativen auch dem End­anwender zugute?

Natürlich ja, denn durch die Bereitstellung von Lösungskomponenten wird die Entwicklung kostengünstiger. So waren die Prüf-Systeme von Systec oft Sondermaschinen. Heute baut diese in großen Teilen auf Standards auf. Das merkt der Kunde einmal am Preis, aber auch an der Lieferzeit.

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