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Bild: Groschopp
Linearantrieb

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Schnell anlaufen

Von Null auf Höchstleistung auf Null und wieder zurück. Das ist das Leben von Motoren in Schaltgeräten. Entsprechend wichtig ist für sie eine möglichst hohe Losbrechkraft. Eine kundenspezifische Auslegung gewährleistet, dass die Antriebe den Anforderungen von Driescher Moosburg gewachsen sind.

Die Elektrotechnischen Werke Fritz Driescher & Söhne fertigen ihre Nieder- und Mittelspannungs-Schaltanlagen sowie Schaltgeräte weitestgehend selbst. Nur wenige Komponenten werden zugekauft, zum Beispiel Motoren. „Nach einem Auswahlverfahren von verschiedenen Anbietern entschied sich Driescher vor rund 40 Jahren für Groschopp – und wegen der guten Erfahrungen sind wir dabei auch geblieben“, so Bernhard Hobmaier, Leiter Einkauf bei Driescher. Eingesetzt werden die Motoren bei Innenraum-Vakuum-Leistungsschaltgeräten und den Innenraum- und Freiluftmotorantrieben der Serie UM.

Die Motorantriebe in Freiluftausführung sind in einem Gehäuse aus Aluminium-Druckguss mit Schutzart IP54 oder einem Gehäuse aus Edelstahl mit Schutzart bis IP65 untergebracht. Sie sind modular aufgebaut und enthalten alle Steuerelemente wie Steuerschütze, Motorschutzschalter, Steuer- und Meldekontakte sowie eine an Reihenklemmen geführte Verdrahtung. „Durch den modularen Aufbau der Motorantriebe können wir kundenspezifische Anforderungen erfüllen“, erläutert Hobmaier, „zum Beispiel mechanische oder elektrische Verriegelungen, Antriebe mit Schlüsselverriegelungssystem oder eine Ort/Fern-Betätigung.“ Um den Bedingungen des Freiluftbetriebs gerecht zu werden, besitzen die Antriebe eine insektensichere Gehäusebe- und -entlüftung sowie eine thermostatgesteuerte Heizung.

Ein gutes Losbrechmoment ist gefragt

Zusätzlich muss der Motor möglichst unempfindlich gegen Hitze und Kälte sein. Die wichtigste Anforderung ergibt sich aber aus der Anwendung selbst: „Schaltantriebe laufen immer nur im Sekundenbereich“, erklärt Joachim Michen, Produktmanager bei Groschopp. In dieser Zeit wird eine Feder gespannt, die wiederum einen Kontakt öffnet – die Schaltanlage ist somit freigeschaltet. „Um diese Aufgabe innerhalb von drei bis zehn Sekunden erledigen zu können, sollten die Motoren ein gutes Losbrechmoment haben.“ Nicht zuletzt müssen die verbauten Antriebe allen gängigen Normen für Schaltgeräte entsprechen.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, konzipierte Groschopp einen kundenspezifischen Kommutator-Einbau-Motor mit einem Stirnradgetriebe. Ein verbesserter Blechschnitt und eine speziell ausgelegte Wicklung sorgen dafür, dass die Feder innerhalb der von Driescher vorgegebenen Zeitspanne aufgezogen wird. Abgesehen von der Prozesssicherheit ist die Wickeltechnik auch kostengünstig in der Fertigung. Der Aufbau des Motors entspricht der EMV-Richtlinie– zusätzlich bringt Driescher aber noch einen Filter am Motor an, bei dessen Auslegung sie von Groschopp unterstützt wurden.

Um den Witterungsbedingungen trotzen zu können, wird im Getriebe ein spezielles Schmiermittel verwendet, das sich auch für Temperaturen bis – 40 °C eignet; zudem sind die Dichtungen entsprechend ausgelegt. Nicht zuletzt sind die von Groschopp gelieferten Motoren teilweise 1-polig reversierbar: Durch eine besondere Spulenanordnung lässt sich die Drehrichtung durch den Wechsel von einer Klemme auf die andere ändern. Diese Motoren werden bei der Serie UM eingebaut. Nachträgliche Änderungen sowie Umbauten sind somit problemlos umzusetzen. „Die Motoren sind zuverlässig und langlebig. Sie erfüllen unsere Anforderungen auf ganzer Linie“, ist Hobmaier zufrieden.

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