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Bild: Pixabay
Weltrekord in der Industrie

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248.000 Roboter sind erst der Anfang

Laut der International Federation of Robotics (IFR) hat der weltweite Absatz von Industrie-Robotern 2015 die neue Rekordmarke von 248.000 Einheiten erreicht - 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Damit setzt sich ein globaler Automations-Boom fort, der nach der Wirtschaftskrise 2009 einsetzte. Die Verkaufszahlen für Industrie-Roboter sind seither auf mehr als das Vierfache gestiegen. Bis 2018 werden weltweit 2,3 Millionen Einheiten in den Werkhallen arbeiten – mehr als doppelt so viele wie 2009 (1,0 Millionen). Laut der VDMA hat das Umsatzvolumen in der Robotik und Automation 2015 den Rekordwert von 12,2 Milliarden Euro erreicht - 7 Prozent mehr als im Vorjahr

In den globalen Märkten sorgen stark automatisierende Schwellenländer ebenso wie bereits wirtschaftlich hoch entwickelte Regionen für positive Absatzzahlen. So stiegen in Europa die Verkaufszahlen für Industrie-Roboter 2015 insgesamt um zehn Prozent auf 50.000 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr. Stärkste Einzelmärkte sind hier die drei EU-Länder Deutschland (20.000 Einheiten), Italien (6.700 Einheiten) und Spanien (3.800 Einheiten).

Das Wachstum in Amerika entwickelte sich mit einem Absatzplus von 15 Prozent noch dynamischer mit insgesamt 37.000 Einheiten. Die USA führen die Liste mit 27.000 verkauften Units an (+3 Prozent). Einen außergewöhnlich großen Automatisierungssprung verzeichnete Mexiko. Hier hat sich der Verkauf innerhalb eines Jahres mit knapp 5.500 Einheiten mehr als verdoppelt. Hintergrund für diese Entwicklung sind Investitionen der Autoindustrie, die von Mexiko aus in die USA und nach Südamerika exportiert.

Weltweit stärkster Wachstumsmarkt bleibt Asien. In der Region wurden 2015 insgesamt 156.000 Einheiten verkauft – ein Plus von 16 Prozent. Alleine China übertrifft mit 68.000 verkauften Industrie-Robotern das gesamte Marktvolumen Europas. Vom Wachstum in China (2015: +17 Prozent) profitieren die ausländischen Roboterhersteller mit einem Anteil von 69 Prozent am Gesamtmarkt. Gleichzeitig bauen die heimischen Wettbewerber ihren Marktanteil auf inzwischen 31 Prozent deutlich aus (2013: 25 Prozent). Die Robotermärkte Südkorea (2015: 37.000 Einheiten) und Japan (2015: 35.000 Einheiten) belegen beim weltweiten Absatz nach China die Ränge zwei und drei – gefolgt von den USA und Deutschland. Diese Top-5-Länder stehen für drei Viertel des weltweiten Absatzes von Industrie-Robotern.

Aufgeschlüsselt nach Branchen führt die Automobilindustrie die Automation mit Industrie-Robotern weltweit mit dem größten Volumen an. 2015 wurden in diesem Segment rund 95.000 Einheiten verkauft – ein Wachstum von einem Prozent. Stärkste Wachstumsbranchen sind 2015 die Metallindustrie (+63 Prozent), die Kunststoffbranche (+40 Prozent) sowie die Elektronikbranche (+16 Prozent).

Das Europäische Parlament will den Roboter-Boom in geregelte Bahnen lenken: Die Normung der Robotersicherheit wird ISO-Ebene weltweit vorangetrieben. Die Sicherheitsanforderungen bei der Mensch-Roboter-Kollaboration sind bereits in einer weltweit gültigen technischen Spezifikation der ISO geregelt. Vor diesem Hintergrund sieht der VDMA den Vorstoß des Europäischen Parlaments, die Grundlage für einen europäisch einheitlichen Rechtsrahmen für Robotik und autonome Systeme zu schaffen, grundsätzlich positiv.

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