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Kuka zu 95 Prozent in Chinas Hand

Update: Midea hat nach Ablauf der zweiten Annahmefrist inzwischen 94,55 Prozent der Anteile an Kuka. Dennoch sucht der Roboterhersteller nach weiteren Aktionären.

Alleineigner soll Midea nicht sein: Trotz der überwältigenden Mehrheit, die das chinesische Unternehmen an Kuka hat, sucht Kuka laut Vorstandsvorsitzenden Till Reuter nach weiteren Investoren. Immerhin hat Midea zugesichert, bis 2023 die 12.600 Arbeitsplätze beim Roboterhersteller zu erhalten.

Was bisher geschah

Inzwischen gehört der Augsburger Roboterhersteller Kuka zu 86 Prozent dem chinesischen Konzern Midea - das ist das Resultat einer Offerte in Höhe von 4,5 Milliarden Euro. Ein Gewinn für China - und für Kuka ein Börsen-Abstieg. Da nur noch wenige Aktien von Kuka frei handelbar sind, steigt der Roboterhersteller im September aus dem Nebenwerteindex MDax ab. Und falls China sich in der bis zum 3. August laufenden Nachfrist einen Anteil von über 90 Prozent sichert, scheidet Kuka komplett aus allen großen Börsenindizes aus.

Nur noch wenige Prozent bis zur Übernahme: Die Großaktionäre Voith und Friedhelm Loh verkaufen gleichzeitig ihre Anteile am Roboterhersteller Kuka an das chinesische Unternehmen Midea, das sich bereits 13,5 Prozent der Anteile gesichert hatte.

Die Gesellschafter von Voith haben am Freitag einstimmig beschlossen, den Kuka-Anteil von 25,1 Prozent in das Übernahmeangebot von Midea einzubringen. Mit einer erwarteten Erlössumme von 1,2 Milliarden Euro hat sich für Voith der Wert ihrer Beteiligung innerhalb von anderthalb Jahren mehr als verdoppelt. Laut Friedhelm Loh liegt dem simultanen Verkauf der Anteile keine Absprache zugrunde: „Absprachen machen keinen Sinn, denn letztlich muss jeder Aktionär für sich selbst aufgrund der eigenen Interessenlage entscheiden.“

Der Vorstand von Kuka hatte mit Midea einen Investorenvertrag geschlossen, der bis 2023 gültig ist, und seinen Aktionären empfohlen, ihre Anteile an das chinesische Unternehmen zu verkaufen. Damit ist allerdings die IG Metall nicht einverstanden: Michael Leppek, IG Metall Augsburg, hat den Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass Voith und die Friedhelm-Loh-Gruppe ihre Anteile behalten. Auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) befürchtet, dass sich zukunftsträchtige Industrien nach Asien verlagern.

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