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Je höher, desto besser

Text: Volker Vogler, Mitsubishi Electric Fotos: skodonnell, Hänel
Waren werden heutzutage oft per automatischem Liftsystem im Lager eingeordnet oder entnommen. Eine integrierte Rückspeisefunktion bietet dabei die Möglichkeit, Bewegungsenergie des herabfahrenden Lagerlifts, umgewandelt in elektrische Energie, dem Stromnetz wieder zuzuführen.

Früher lagerten Akten oder zu kommissionierende Ware wie Medikamente oder Kleidung in meterlangen und hohen Regalwänden. Der Aufwand des Be- und Entladens war beträchtlich. Nur mit manuell nach rechts und links bewegbaren Leitern konnte der entsprechende Lagerplatz erreicht werden. Heute sind zu diesem Zweck moderne Liftanlagen im Einsatz. Der Scan eines Barcodes, vielleicht noch ein Tastendruck - nach einem kurzen Surren erhält der Bediener aus einem Schubfach den gewünschten Artikel.

Energie sparen - Kosten senken

Mit dem Lean-Lift EcoDrive von Hänel und entsprechender Antriebstechnik lassen sich Energieverbrauch und Kosten senken. Der Frequenzumrichter FR-A741 mit EcoDrive-Funktion von Mitsubishi Electric sammelt die kinetische Energie, die bei der Abfahrtsbewegung des Extraktors entsteht, wandelt sie in elektrische Energie um und speist sie in den Stromkreislauf zurück. Das Prinzip ist bereits in niedrigen Leistungsbereichen umsetzbar. Je nach Verfahrleistung des Lifts können so bis zu 40 Prozent der für die Aufwärtsfahrt benötigten Energie zurückgewonnen werden. Zudem wird der CO2-Ausstoß reduziert. „Auf diese Weise amortisiert sich die Investition innerhalb weniger Jahre“, so Manager Peter Janton von Hänel zur Rückgewinnungsfunktion des Lifts. Das Prinzip der Energierückgewinnung wurde im Hause Hänel stetig weiterentwickelt. Reiner Raddatz, Leiter Einkauf und Personal, erinnert sich: „Die Funktion der Energierückgewinnung durch den Frequenzumrichter war im Jahr 2008 bereits verfügbar, jedoch ausschließlich für größere Leistungen. Als einziger Anbieter stellte Mitsubishi Electric damals auch für Anwendungen im kleineren Leistungsbereich in der Frequenzumrichtertechnik standardmäßig eine Rückspeiseeinheit zur Verfügung, und zwar platzsparend integriert in den Frequenzumrichter.“

Automatisiertes Hochregallager

Das Intralogistiksystem ist in zehn verschiedenen Gerätebreiten von 1680 bis 4150 Millimetern und vier Gerätetiefen von 2810 bis 3585 Millimetern jeweils mit vier Containerzuladungen von 200 bis 1000 Kilogramm realisierbar. Die Gesamtzuladung reicht von 20 bis 60 Tonnen, wobei die Gerätehöhe von drei bis 20 Metern angepasst werden kann. Heute wird EcoDrive in fast jedem größeren Hänel Lean-Lift eingebaut und ist mittlerweile weltweit in mehreren Hundert Anlagen in Branchen wie der Medizintechnik, der Elektrotechnik, der Auto-, Luftfahrt- und pharmazeutischen Industrie sowie im Maschinenbau, Versand- und Großhandel im Einsatz..

Technik im Detail

In der EcoDrive-Version wird der Extraktor über einen Motor betrieben, der wiederum an den Frequenzumrichter angeschlossen ist. Mit seinem hohen Leistungsniveau eignet sich der FR-A741 für Hubantriebe oder zur Steuerung leistungsstarker Maschinen mit generatorischen Drehmomenten. Dazu zählen neben Anwendungen mit vertikalen und horizontalen Bewegungen, Förderanlagen, Zentrifugalseparatoren, Prüfmaschinen oder Wickelmaschinen auch der Einsatz in Liftsystemen. Da sich Frequenzumrichter und Rückspeiseeinheit in einem gemeinsamen Gehäuse befinden, ermöglicht der Umformer kleinere, kostengünstigere Antriebssysteme und sorgt für einen vereinfachten und platzsparenden Schaltschrankaufbau. Zusätzlicher Verdrahtungsaufwand entfällt: Verglichen mit der Verwendung einer externen Rückspeiseeinheit verringert sich die netzseitige Verkabelung um bis zu 60 Prozent. Der Platzbedarf für die Installation reduziert sich je nach Leistungsklasse um bis zu 40 Prozent.

Je höher, desto sparsamer

„Die Lifthöhe spielt eine wesentliche Rolle für die mögliche Energieeinsparung“, betont der Hänel-Manager Janton. „Je höher die Anlage, desto länger dauert die Fahrt nach unten.“ Während der Abwärtsfahrt geht der Motor in den rekuperativen Betrieb über, in dem die Bewegungsenergie als elektrische Energie ins Stromnetz zurückgeben wird. Im Dauerbetrieb durch Ein- und Auslagerung von Füllgut unter Berücksichtigung der dafür erforderlichen Stillstandzeit sowie der abwechselnden Bewegung von Horizontal- und Vertikalmotor ergibt sich beispielsweise bei einer maximalen Beladung von 300 Kilogramm pro Container und einer Lifthöhe von neun Metern ein durchschnittlicher Energieverbrauch von 1,1 Kilowatt pro Stunde für den Lift in Standardausführung. Bei gleichen Voraussetzungen in einem Modell mit EcoDrive sind es 0,7 Kilowatt.

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