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... interkulturelle Zusammenarbeit

Text: A&D
Florian Butzmann, Director Sales & Marketing bei Sumitomo Drive Technologies, spricht in A&D über die Veränderungen im Zuge der Fusion mit dem Getriebehersteller Hansen Industrial Transmissions.
A&D:

Im Oktober fusionieren die Vertriebsorganisationen von Sumitomo Drive Technologies und dem belgischen Hansen Industrial Transmissions unter der Dachmarke Sumitomo Drive Technologies. Was versprechen Sie sich von dieser Entwicklung?

Florian Butzmann:

Ziel ist es vor allem, die Lieferkette zum Kunden sowie die Organisation zu vereinfachen. Bereits Anfang des Jahres entstand durch ein einheitliches CRM eine gemeinsame Plattform für den europäischen Raum. Sie erlaubt uns, in Projektteams zusammenzuarbeiten ohne die Kommunikations­lücke, die Telefonate oder Videokonferenzen mit sich bringen. Nach wie vor haben wir zwei unterschiedliche Unternehmens­kulturen und Gesellschaften in verschiedenen Ländern. Diese internen Strukturen muss man übersichtlich gestalten, damit sich die Mitarbeiter statt administrativen Tätigkeiten der Projektarbeit und Applikationsentwicklung widmen können.

Wird sich die Mitarbeiterstruktur dementsprechend ändern?

Die Anzahl der Mitarbeiter nicht, aber ihre Aufgaben. Wir fokussieren uns sowohl auf die Regionen als auch auf die jeweiligen Marktsegmente und Applikationen. Das Team für den Kunden besteht aus zwei Kollegen: Dem langfristigen Ansprechpartner, der mit den Bedürfnissen vor Ort vertraut ist, und dem Spezialisten für das benötigte Produkt, die Applikations­entwicklung oder den jeweiligen Schlüssel­prozess in der Lieferkette. Der Kunde hat also einen oder mehrere Ansprechpartner, die nicht nur seinen kulturellen Hintergrund kennen und seine Sprache sprechen, sondern auch seine Anforderung verstehen.

Worin liegt der Vorteil, sowohl die Getriebereihe von Sumitomo als auch die von Hansen in ein Portfolio aufzunehmen?

Durch diese Erweiterung können wir uns besser nach den Kundenbedürfnissen richten, da für dieselbe Applikation mehrere Lösungen zur Verfügung stehen. Wenn der Kunde wenige Anpassungen, dafür aber einen günstigeren Preis benötigt, können wir auf die Paramax-Reihe zurückgreifen, die in China produziert wird. Braucht der Kunde aber Anpassungen oder besondere applikationsspezifische Auslegungen und kurze Reaktionszeiten, passt das Produkt P4 oder M4ACC aus Belgien besser.

Wird die Forschung und Entwicklung bei Sumitomo zusammengelegt oder läuft das bereits zentral über das japanische Mutterhaus?

Wir haben eine Entwicklung und Fertigung in Markt Indersdorf, die sich mit Präzisionsgetrieben und Zentrifugen­getrieben beschäftigt, und eine in Belgien, die sich auf Industriegetriebe spezialisiert. Außerdem gibt es mehrere Entwicklungs- und Fertigungsstandorte in Asien und den USA. Auf unserer gemeinsamen Plattform findet zwischen diesen Standorten sehr viel Austausch statt.

Zieht die Zusammenführung auch eine strategische Neuausrichtung in den nächsten Jahren nach sich?

Nicht im klassischen Sinne. Wir wollen unserem bereits vorhandenen Kundenstamm mehr Serviceleistung bieten. Aktuell bauen wir die Kompetenz für Drive Packages aus, also Antriebspakete aus Motoren, Kupplungen und Rahmen zum Montieren der Antriebstechnik. Bei Antrieben in hohen Stückzahlen konzentrieren wir uns auf anwendungs­orientierte Lösungen. Unser Fokus liegt in der Automation, Energietechnik, Material Handling, Umwelttechnik und Nahrungsmittelherstellung. Aber auch in anderen Bereichen sind wir überall dort zu finden, wo es um kompakte Antriebstechnik-Lösungen mit langer Lebensdauer und hohen Anforderungen an die Überlastbarkeit, also Sicherheit, geht.

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