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Industrie investiert mehr in Robotik

Deutsche Industrieunternehmen wollen ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den kommenden zwei Jahren deutlich steigern und setzen dabei verstärkt auf Investitionen in Robotik. Das hat eine internationale KPMG-Umfrage unter 360 Industrieunternehmen mit einem Umsatz von umgerechnet mehr als einer Milliarde US Dollar ergeben, von denen 40 ihren Sitz in Deutschland haben. 80 Prozent der deutschen Unternehmen wollen demnach in den kommenden zwei Jahren mindestens vier Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung investieren – eine Quote, die in den beiden vergangenen Jahren lediglich 48 Prozent der Befragten erreichten. Rund die Hälfte der Industrieunternehmen hierzulande will dabei das Thema Robotik „ganz bestimmt“ vorantreiben (45 Prozent), weitere 28 Prozent „wahrscheinlich“.

Harald von Heynitz, Head of Industrial Manufacturing bei KPMG Deutschland: „In den Fabriken werden immer mehr Roboter eingesetzt und Entscheidungen zunehmend mit Hilfe von Algorithmen getroffen; deshalb wird das Thema Digitalisierung immer wichtiger. Wenn deutsche Hersteller von ihren Investitionen in die Entwicklung von Automation und Robotik wirklich profitieren wollen, kommen sie nicht umhin, auch stärker in die Digitalisierung zu investieren.“

Neben Robotik spielen auch additive Fertigungsverfahren wie 3D-Druck und neuartige Werkstoffe eine immer wichtigere Rolle. Jedes dritte deutsche Unternehmen will in den kommenden zwei Jahren „ganz sicher“ in Forschung und Entwicklung entsprechender Anwendungen investieren. Für weitere 25 Prozent gewinnt auch das Thema künstliche Intelligenz zunehmend an Bedeutung.

Vertrauen in den Standort Europa

90 Prozent der deutschen Industrieunternehmen wollen in den kommenden zwei Jahren ihre Investitionen vor allem in Westeuropa „etwas“ oder „signifikant“ erhöhen. Zwei von drei Unternehmen wollen in den USA und Kanada wachsen (70 Prozent). Harald von Heynitz: „Im internationalen Vergleich setzen deutsche Industrieunternehmen in den kommenden zwei Jahren deutlich häufiger auf Wachstum durch Investitionen in eigene Stärken statt auf Fusionen und Übernahmen. Wenn keine größeren Überraschungen eintreten, dann dürften sich deutsche Industrieunternehmen wieder stärker darauf konzentrieren, ihre Exporte auszuweiten und weitere Fußspuren im Ausland zu hinterlassen. Wenn sie gleichzeitig das Thema Digitalisierung im Blick behalten, dann sollten sie im globalen Wettbewerb gut aufgestellt sein.“

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