Melden Sie sich kostenfrei an, um Artikel vollständig zu lesen...
News und Promotion-Beiträge sind ohne Registrierung kostenfrei zu lesen
Login

Passwort vergessen?
Registrieren
   

Passwort ist zu kurz (mind. 8 Zeichen).
Maschinen für die Fleischverarbeitende Industrie entstehen bei Tipper Tie in Flawil. Bild: Lenze
Modulare Automatisierung

0 Bewertungen

Gut gefüllter Einbauschrank

Text: Andreas Neher, Lenze Bachofen
Lieferprobleme sind hier unbekannt: Die Motorsteuerung wird nicht nur komplett montiert und geprüft im Schaltschrank bereitgestellt. Sondern es ist auch immer genügend Ware griffbereit im Lager – obwohl das gar nicht dem Maschinenbauer gehört.

Dem Schweizer Maschinenbauer Tipper Tie Alpina war von Beginn an klar: Der Weltmarkt fordert Maschinen, die modular aufgebaut sind und Skalierbarkeit bieten, zugleich auf einem hohen Qualitätsniveau und zu akzeptablen Kosten. Das Unternehmen produziert Maschinen für die Fleischverarbeitende Industrie. Im Jahr 2012 beschloss Tipper Tie, allen Maschinen eine einheitliche Optik und Haptik zu geben. Gleich, ob die Maschinen nun in den USA, in Deutschland oder der Schweiz hergestellt werden, sie bekommen alle das gleiche Design. „Das ist logisch, denn wir arbeiten weltweit. 98 Prozent unserer Maschinen, die wir in der Schweiz bauen, sind für den Export bestimmt. Wir müssen daher auch Qualitätsanforderungen beachten, die international gelten, sowie den Preisdruck, der überall festzustellen ist”, so Adriano Medici, Leiter der Entwicklungsabteilung Clip Processing bei Tipper Tie.

Modulares Automatisierungskonzept

Herzstück der Tipper-Tie-Entwicklung ist das modulare Automatisierungskonzept, das Lenze Bachofen liefert. Es wird vom Maschinenbauer auch bei anderen Maschinentypen angewendet. Mit dem Vorteil der Skalierbarkeit endet die große Diversität der Komponenten, die bis vor Kurzem zu hohen Kosten und Zeitverlusten führte. Mindestens genauso wichtig ist die Kooperation mit dem Geschäftspartner Lenze, der die Schaltkästen komplett montiert und als Plug&Play-Modell liefert. Die Schaltkästen passen genau in die Maschinen, sie müssen nur noch eingebaut und angeschlossen werden. „Lenze hat hier vor Ort immer ausreichend Ware vorrätig. Wir haben dafür einen Teil unseres Lagers zur Verfügung gestellt, so dass wir die Schaltkästen und Antriebe als Konsignationsware abnehmen können. Dies ist eine praktikable Lösung“, so Medici.

Die Wahl von Tipper-Tie fiel auf Lenze, da der Anbieter alle notwendigen Komponenten für die automatische Steuerung und den kompletten Schaltkasten gebrauchsfertig liefern konnte sowie weltweiten Service bietet. Durch das Single-Source-Verfahren kann der Maschinenbauer seine Kosten auf einem niedrigen Niveau halten: „Wir brauchen nun keine Einkaufsaufträge mehr zu schreiben, und wenn wir mit Lenze kommunizieren, geht es nur noch um technische Fragen und nicht mehr um administrative Punkte. Durch die Plug&Play-Schaltkästen gibt es außerdem viel weniger Schnittstellen an den Maschinen.“

Einfach zu warten

Die neue Lösung von Tipper Tie hat neben einem geradlinigen und modernen Design den Vorteil, dass die Maschinen sehr schnell sind. Darüber hinaus sind sie besonders einfach zu warten. Um die Elektronik zu erreichen, braucht der Monteur nur die Tür des Schaltkastens öffnen. Alle Teile sind auf DIN-Schienen montiert und somit einfach zugänglich und austauschbar. Die Steuerung verfügt über einen USB-Port, so dass ein eventuelles Software-Update einfach mittels USB-Stick durchzuführen ist. Um das Qualitätsniveau der verwendeten Steuerungen sicherzustellen werden sie einer umfangreichen Prüfung unterzogen. Die standardmäßige Lieferung von Lenze umfasst den kompletten Schaltschrank. Es wird ein C3200 eingesetzt, ein Controller mit Ethercat/CAN und Ethernet-Switch. Als Antrieb dient ein Inverter Drives 8400TopLine; ein Frequenzumrichter mit Servoeigenschaften. Der Motor ist ein Servo-Synchronmotor, der besonders für anspruchsvolle Bewegungsabläufe geeignet ist. Für Standarddrehstrommotoren wird ein 8400 Stateline Frequenzumrichter C eingesetzt. Um eine funktionale Sicherheit zu gewährleisten, verfügt dieser Umrichter über die Funktion Safe Torque Off. Das I/O-System 1000 sorgt für eine reibungslose Kommunikation mit Sensoren und Aktoren.

Bildergalerie

Firmen zu diesem Artikel

Nach oben