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Bildverarbeitung integriert

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Greifen ohne Umwege

Text: Dirk Schöffler, Denso Robotics
Pick&Place-Anwendungen gehören zu den häufigsten Einsatzgebieten für Industrieroboter. Bislang musste die Bildverarbeitung mit Hilfe eines externen PC erfolgen und erforderte einen Mitarbeiter, der das Zusammenspiel von Controller, Kamera und Zuführanlage am Rechner einrichtete und überwachte. Eine Applikation, die es ermöglicht, die Bildverarbeitung direkt am Controller des Roboters vorzunehmen, ist die Lösung.

Mit Einführung der Software Easy Vision Picking (EVP) ist bei Denso Robotics die Bildverarbeitung, laut Hersteller, zum ersten Mal direkt in die Robotersteuerung integriert und erlaubt es, vollständig auf einen externen PC zu verzichten. Zusätzlich wurde die Bedienung der Bildverarbeitung noch einmal vereinfacht. Nach einer kurzen Einführung kann sie jeder übernehmen, der über Grundkenntnisse in bildgesteuerten Applikationen verfügt. Da die Kalibrierung der Kamera wizzard-gestützt erfolgt und der Nutzer durch den Prozess Schritt für Schritt durchgelotst wird, ist die Einrichtung des Systems einfach. Die Aufgabe von EVP im Produktionsprozess ist es, die Position der Teile auf der Zuführanlage zu erkennen und an den Roboter weiterzumelden. Die räumlichen Berechnungen, die vorher auf einem PC erfolgten, finden jetzt im Controller selbst statt. Der gesamte Prozess ist vollautomatisiert, so dass ein Mitarbeiter die Anlage lediglich kontrollieren und nicht mehr eingreifen muss. Ein Bildverarbeitungshersteller ist somit nicht mehr notwendig. Für das Unternehmen reduzieren sich bei Einsatz von EVP die Kosten für den Betrieb einer Anlage um bis zu 50 Prozent.

Interaktion mit Zuführanlage

Grundsätzlich ist das System mit verschiedenen Zuführanlagen nutzbar wie beispielsweise Conveyor Tracking, EyeFeeder, AnyFeeder oder allgemeine Teile-Detection. Die gute Kombination aus Zuführsystem, Roboter und Controller bildet der EyeFeeder. Bei diesem Verfahren werden die Materialien über einen Schüttgutförderer zugeführt. Sobald die Produkte auf dem Band des EyeFeeder abgelegt sind, gelangen sie in den Erfassungsbereich des mit EVP verbundenen Kamerasystems. Dieses entscheidet, was die nächsten Schritte sind: Bei gut positionierten und abholbereiten Produkten meldet es die Koordinaten an den Roboter-Controller, damit der Roboter die Produkte aufnimmt. Sind genügend, jedoch schlecht positionierte Produkte vorhanden, so meldet das Kamerasystem, dass die Produkte geschüttelt oder umgedreht werden müssen, damit der Roboter sie aufnehmen kann. Sind nicht mehr genügend Produkte vorhanden, so meldet das Kamerasystem, dass neue Produkte in den Erfassungsbereich des Kamerasystems verschoben werden müssen. Die Motoren der Anlage werden dabei direkt vom RC8 Controller angetrieben, so dass dieser in einer Produktionsanlage nicht zuletzt aufgrund der Integration von EVP immer mehr zur dominanten Schnittstelle wird. Die Fördergeschwindigkeit und Schüttelintensität regelt ebenfalls der Controller. Insgesamt kann der EyeFeeder in dieser Konstella­tion Teile mit einer Größe von 250 Millimetern und einem maximalen Gewicht von 300 Gramm bewegen.

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