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Führungssystem

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Lärmschutz für Energieketten

Text: Lena Fischer, IEF Werner
In Werkshallen kann es ganz schön laut zu gehen: Mit einem Lärmpegel von rund 100 Dezibel (dB) ist in einem metallverarbeitenden Betrieb zurechnen. Die Schmerzschwelle, bei der mit möglichem Gehörschaden gerechnet werden muss, liegt bei 120 dB. Ein neues Führungssystem für Energieketten senkt den Geräuschpegel um 20 dB.

Mit dem Führungssystem NoiseLess für Energieketten hat sich IEF-Werner dem Thema Leise ­Produktion angenommen. Der Lineartechnik-Hersteller liefert auch komplett montierte ein- und mehrachsige Positioniersysteme mit Energieführung­en. „Unsere Energieführungen gibt es in verschiedenen Varianten. Darin werden die bewegten Motor- und Signalleitungen sowie Pneumatikschläuche verlegt“, beschreibt Thomas Hettich, Produktmanager bei IEF-Werner.

Um eine lange Lebensdauer der Leitungen zu gewähren, ist eine sorgfältige Verlegung notwendig. Die Energieführungstypen sind an die jeweiligen Anforderungen angepasst. Eine komplett geschlossene Führung kann beispielsweise vor aufgewirbelten Spänen schützen, eine leicht zu öffnende ermöglicht ein schnelles Austauschen der Leitungen. Bei der Bewegung können jedoch erhebliche Geräusche entstehen, insbesondere bei höheren Verfahrgeschwindigkeiten der Lineareinheiten. Ursache ist der Polygoneffekt: Die Glieder der Energieführungskette rollen auf der Auflagefläche nicht kreisrund auf und ab, sondern winkelig – und das verursacht Lärm. „Beim Führungssystem NoiseLess reduzieren spezielle Dämpfungselemente die Geräusche um bis zu 20 Dezibel“, erklärt Hettich. Somit entsteht eine wesentlich ruhigere Atmosphäre, die den an den Maschinen tätigen Personen ein konzentrierteres und vor allem angenehmeres Arbeiten ermöglicht.

IEF-Werner setzt das NoiseLess-System bei verschiedenen Positioniersystemen ein, die ganz unterschiedliche Aufgaben übernehmen: beispielsweise in Pick&Place-Anwendungen, in der Messtechnik oder als Be- und Entladehandling an Werkzeugmaschinen. Um solche Anwendungen umzusetzen, ­bietet das Unternehmen verschiedene Linearachsen, die unterschiedliche Anforderungen an Dynamik, Präzision, Wiederholgenauigkeit oder auch Schnelligkeit erfüllen. „Mit unseren Linearachssystemen und den standardisierten Verbindungselementen kann der Anwender schnell und kostengünstig ein-, zwei- oder mehrachsige Positioniersysteme aufbauen“, erläutert Hettich. Somit entstehen individuelle Positioniersysteme, die genau auf den zur Verfügung stehenden Platz beim Anwender angepasst sind.

Anwendungsbeispiele

Dazu gehört zum Beispiel das Modul 160/15 G. Sein ­Aufbau besteht aus einem Doppelhohlkörperprofil, zwei Führungen und zwei Zahnriemen. Die Variante G ist mit zwei unabhängig voneinander verfahrbaren Schlitten ausgestattet. Dabei werden zwei Zahnriemen über zwei Motoren angetrieben. Das spart erheblich Bauraum. Kombinieren lässt sich diese Lösung beispielsweise mit dem Modul 68 D. Die präzise lineare Verstelleinheit mit Zahnriemenantrieb ist mit einer als Hohlwelle ausgeführten Drehachse ausgestattet. Das Drehmoment des Motors wird über ein Riemengetriebe auf die Drehachse übertragen. Die Komponente ist leicht und besonders kompakt.

Das Schwenkarmmodul RotaryArm ist ein Handlingsystem, das mit Reichweiten von 297, 399 und 537 mm erhältlich ist. Für unterschiedliche Anwendungen gibt es den RotaryArm in drei Varianten: Um rotationssymmetrische Teile zu handhaben, besitzt die erste Ausführung eine NC-Schwenkachse, aber keine Drehachse. Die Greiferstellung ändert sich kontinuierlich. Um eine identische Winkelgeschwindigkeit von Schwenk- und Drehachse zu ermöglichen, wird die Drehbewegung des Greifers bei der zweiten Variante über den Zahnriemen der Schwenkachse synchronisiert. Die Greiferstellung ändert sich während der Schwenkbewegung somit nicht. Die dritte Variante ist mit einer NC-Schwenk- und einer NC-Drehachse ausgestattet. Damit kann der Greifer während der Schwenkbewegung beliebig positioniert werden.

Einfache und individuelle Montage

Die Aluminiumprofile des Energieketten-Führungssystems werden zur Montage an die Positioniersysteme auf die erforderliche Länge zugesägt und über Verbindungsstege miteinander verbunden. Befestigt werden sie mittels handelsüblicher Nutensteine, die an beliebiger Stelle montiert werden können. Weil es bei Energieführungsketten unweigerlich zu Abrieb an den Energieleitungen kommt, kann die Lücke zwischen den beiden Profilen des Führungssystems mit einem Abdeckstreifen verschlossen werden. Somit gelangt kein Abrieb in das Innere der Maschine. Die Energiekette selbst wird über Flachnutensteine an den Aluminiumprofilen des Führungssystems befestigt. Der Anwender kann dies an beliebigen Positionen vornehmen. Selbstverständlich ist dafür keine zusätzliche spanende Bearbeitung der Profile notwendig.

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