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„Eine durchgängige ethernetbasierte Kommunikation“

Text: Fragen: Julia Blinde, A&D Foto: Schneider Electric
PacDrive3 ist der Nachfolger der Steuerungsumgebung PacDriveM. Pierre Bürkle, Produktmanager bei Schneider Electric, beschreibt die Vorteile des neuen Systems und die Veränderungen.

A&D: Welche Vorteile bietet das System PacDrive3 ?

Pierre Bürkle: PacDrive steht seit mehr als zehn Jahren für Steuerungstechnik, die synchron fahrende Servoachsen, SPS-Funktionen und Roboter über eine einzige Hardware-Plattform steuert. Die Stärken dieser Herangehensweise werden mit PacDrive3 weiter ausgebaut. Mit dieser Technik sind bisher mehr als 55000 Maschinen weltweit ausgestattet worden. Eine der auffälligsten Veränderungen ist der Einsatz von Sercos III für die Kommunikation. Damit setzen wir durchgängig auf Ethernet. Der Maschinenhersteller verwendet dann nur noch ein Kommunikationsmedium für seine Maschine. Damit wird die gesamte Antriebs-, I/O- und Safety-Kommunikation realisiert. Das Tool SoMachine Motion ist konzipiert für den gesamten Engineering-Prozess mit PacDrive3, inklusive Inbetriebnahme und Diagnose. Der Anwender kann mit diesem Werkzeug seine Antriebe auslegen, die gesamte Maschine - auch unter energetischen Gesichtspunkten - simulieren und dabei eine Verbesserung sämtlicher Bewegungsabläufe vornehmen. Zur PacDrive3-Familie gehören fünf skalierbare Steuerungen, zwei skalierbare Sicherheitssteuerungen und 21 verschiedene Servoverstärker. Insgesamt erhält man ein skalierbares System, mit dem sowohl Anwendungen von wenigen Servoachsen als auch zu Maschinen mit bis zu 99 Servoachsen mit einem Controller realisert werden können.

Wie stellt der Anwender auf PacDrive3 um?

PacDrive3 ist eine konsequente Weiterentwicklung. Anwender die bereits Projekte mit PacDriveM umgesetzt haben, werden sich in kurzer Zeit in der neuen Umgebung zurechtfinden und von der Vielzahl neuer Features profitieren. Schneider Electric bietet ein umfangreiches Schulungsprogramm rund um PacDrive an. Das Trainingsmodul Migration schult den Anwender im effizienten Umgang und zeigt die neuen Möglichkeiten des Systems. Unser technischer Support unterstützt den Anwender bei der Umsetzung seiner Aufgabenstellung bereits im Anfangsstadium. Dem erfolgreichen Umstieg auf die neue Steuerungsgeneration steht also nichts im Wege.

Ist der Anwender an ein proprietäres System gebunden?

Nein, Schneider Electric setzt auf die Verwendung offener Standards. Bei der Programmierung von Maschinenanwendungen kommt bereits seit mehr als zehn Jahren Codesys zum Einsatz. Die Anwender - gleich mit welcher Automatisierungsvergangenheit - sollten sich hier also schnell zurechtfinden. Codesys setzt konsequent die internationale Norm IEC61131-3 für die Programmierung um. Darüber hinaus werden - gerade für die Kommunikation - weitere offene Standards genutzt. Dazu gehören Sercos III und weitere Standardfeldbusse, wie Canopen, Ethernet/IP oder Profinet.

Welche Vorteile hat der Anwender, wenn er sich komplett in Sachen Steuerungs- und Antriebstechnik auf Schneider Electric verlässt?

Schneider Electric kann nicht nur auf ein umfassendes Portfolio von Automatisierungslösungen und -produkten verweisen, sondern will mit seinem breiten Know-how als kompetenter Partner für viele Sparten des Maschinenbaus wahrgenommen werden. Kern der Automatisierungslösung unseres Unternehmens ist eine Multi-Controller-Plattform mit vier Steuerungsfamilien. Damit steht für eine breite Palette von Anwendungen eine skalierbare Performance zur Verfügung - für SPS-gesteuerte Maschinen und ebenso für komplexe, robotergestützte Prozesse. Die Steuerungsplattformen der Reihen Modicon, Altivar und Magelis eignen sich für eine Vielzahl von Anwendungen, die auf klassischen SPS-Konzepten mit und ohne Positionier- und Servoanwendungen basieren. Die Logic Motion Controller der PacDrive-Familie erfüllen Bedürfnisse nach leistungsfähiger Steuerungs-Hardware mit SPS-, IT-Verarbeitungs- und Motion-Funktionalität. Sie eignen sich für den anspruchsvollen Maschinenbau mit einfachem bis hohem Motion-Anteil bis hin zur Robotik.

Für die Kommunikation hat sich Schneider Electric für Sercos III entschieden. Warum setzen Sie auf diesen Standard und welche Vorteile hat er gegenüber anderen ethernetbasierten Protokollen?

Mit Sercos III ist für PacDrive-Applikationen erstmals eine durchgängig ethernetbasierte Kommunikationsarchitektur realisierbar, sowohl für die Antriebs-, die I/O als auch für die Safety-Kommunikation. Sercos III ebnet den Weg für eine Integration der sicherheitsgerichteten Automation in die Standard-Automation. Außerdem bietet diese Kommunikationsarchitektur die Möglichkeit, an jedem Knoten Diagnosedaten aller Teilnehmer abzurufen. Dieses Protokoll ist herstellerunabhängig, standardisiert und zählt zu den leistungsfähigsten ethernetbasierten Lösungen, die aktuell marktfähig sind. Wir setzen schon lange erfolgreich Sercos 2 ein - auch ein wichtiger Grund, auf unserem Know-how aufzubauen und weiter auf Sercos zu setzen.

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