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Uwe Weiss, Gründersohn und geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens. Bild: Weiss
Firmenporträt

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Der Traum von Unverwüstlichkeit

Text: Jens Knölke, Weiss
Am Anfang war der Rundtisch. Und die Vision, Kunden bei Engineering und Inbetriebnahme nachhaltig zu entlasten. Das war vor 45 Jahren. Inzwischen wurde das Ziel nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen; denn mittlerweile gehört auch Software zum Unternehmensportfolio.

Das Ziel war klar: Rundtische bauen, die einfach nicht kaputt gehen. Mit diesem Traum gründete Dieter Weiss 1967 sein Unternehmen im schwäbischen Neckarweihingen bei Ludwigsburg. „Diese Idee meines Vaters prägt das Unternehmen heute noch so wie vor über 45 Jahren“, erzählt Uwe Weiss, der in der Zwischenzeit die Leitung des Unternehmens vom Vater übernommen hat. „Daneben gibt es noch eine weitere Konstante in unserer Firmengeschichte: Es war immer unser Ziel, nicht einfach ein Produkt, sondern eine ganzheitliche Lösung zu bieten. Damit sparen wir unseren Kunden Engineering-Aufwand und Zeit.“

Das Unternehmen setzt auf das Baukastenprinzip: Der Kunde wählt aus dem Portfolio eine Basismaschine, also einen Rundtisch oder ein Linearsystem, mit entsprechenden Auf- und Unterbauten und dazu die passenden Handlingeinheiten. Da alles aus einer Hand ist, sind alle Komponenten aufeinander abgestimmt. Hinzu kommen Steuerungen und eine vorkonfigurierte Software für die schnelle und reibungslose Inbetriebnahme.

Von Rundtisch zu Software

Mit Rundtischen für den Basistransport im Kreis fing es an, schnell kamen Auf- und Unterbauten dazu. „An der Erstellung einer Grundmaschine sind oft bis zu fünf unterschiedliche Lieferanten beteiligt. In der Folge passt nicht immer alles zusammen. Deshalb haben wir schon sehr früh angefangen, unsere Rundtische zusammen mit Grundgestellen und Platten anzubieten“, so Uwe Weiss. Die Grundmaschine ist der Taktgeber einer Anlage – alle Einheiten der Peripherie müssen darauf synchronisiert sein. Je besser diese Synchronisierung gelingt, desto einfacher und reibungsloser sind Inbetriebnahme und laufender Betrieb. Das erste Produkt des neuen Handlingbereichs war das Pick&Place HP140 mit zwei Linearachsen.

Inzwischen war das Unternehmen in den Odenwald gezogen. Der Standort blieb nicht die einzige Veränderung. Denn Weiss beschloss, seinen Kunden zusätzlich zu den Hardware-Komponenten mehr zu bieten: „Der Komfortgedanke für unsere Kunden brachte es mit sich, dass wir heute für unsere Komponenten auch die passenden Steuerungen bis hin zur Software anbieten“, führt Uwe Weiss den letzten und entscheidenden Schritt seiner Produktphilosophie aus. Intuitive Bedienbarkeit und leichte Inbetriebnahme sind bei diesen Themen die Stichworte: „Wir möchten, dass ein Anwender unsere Produkte ohne übergreifende Kenntnisse bedienen und einfach in seinen Anlagenkontext integrieren kann“, so der Geschäftsfüherer, „egal ob es sich um einen elektromechanischen Tisch oder ein direkt angetriebenes Pick&Place-Gerät handelt.“ Daher stellt das Unternehmen auch abgestimmte Steuerungs- und Software-Pakete bereit.

Knapp 30 Jahre nach Beginn und mehrere Entwicklungsschritte weiter verbesserte das Unternehmen die Benutzerfreundlichkeit für fest getaktete Rundtische mit der webbasierten Frequenzumrichtersteuerung EF2 und ihrer intuitiven Bedienbarkeit. Später rundete die Weiss Application Software (W.A.S.) das Portfolio ab. Früher erforderte komplexe Technik, wie ein Servo- oder Direktantrieb, eine aufwändige Steuerungsprogrammierung – das Know-how und die Fachressourcen hierfür können jedoch viele Sondermaschinenbauer nicht vorhalten. Dem sollte die Steuerungs-Software als intuitive Bedienoberfläche zum Erstellen und Parametrieren von Fahrprogrammen entgegen wirken. „Der ehemals hohe Programmieraufwand bei der Komponentenintegration ist damit Geschichte“, meint Uwe Weiss.

Software für Mehrkomponenten-Systeme

Jüngst stellte das Unternehmen die W.A.S. 2 vor. Mit ihr ist der Anwender in der Lage, ganze Systemmodule, die aus unterschiedlichen Weiss-Komponenten bestehen, mittels einer einzigen Software in Betrieb zu nehmen und anzusteuern, auf Windows-Basis, einem Webbrowser oder auf mobilen Endgeräten. „Unsere Kunden haben integrierte Subsysteme, die aus mehereren Rundtischen, Achsen oder Pick&Place-Einheiten bestehen. Für diese benötigen sie jetzt nur noch eine einzige Software zur Steuerung und Inbetriebnahme“, erläutert der Geschäftsführer die Hintergründe für die Entwicklung. Ein weiteres Argument ist die Steigerung der Output-Rate. Da die verschiedenen Module nun direkt miteinander kommunizieren, wird einiges an Prozesszeit eingespart. Dadurch kann die Taktrate der Gesamtanlage steigen. Bei High-Speed-Applikationen soll dies bis zu 30 Prozent ausmachen.

Das Unternehmen sieht seinen Weg in smarten und mobilen Applikationen, so wurde vor kurzem auch eine Smartphone-App vorgestellt. Sie unterstützt Anwender dabei das Massenträgheitsmoments der Rundschalttische zu berechnen.

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