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Text: Fragen: Juliane Witten, A&D Foto: EBM-Papst
Johannes Moosmann von EBM-Papst zur Akquisition von Zeitlauf. Der Leiter der Business Unit Industrielle Antriebstechnik erklärt, wie die gemeinsame Zukunft der Unternehmen aussieht.

A&D: Was hat sich durch die Übernahme von Zeitlauf bislang konkret verändert?

Johannes Moosmann: In der Unternehmensstruktur hat sich nicht viel verändert. Zeitlauf ist weiterhin eine eigenständige Firma im Unternehmensverbund und die Organisation bleibt annähernd die gleiche. Wir klären derzeit, wie wir zukünftig enger zusammenarbeiten und unser Produktprogramm noch besser aufeinander abstimmen können. Das große Ziel ist es, zukünftig als Systemanbieter auf dem Markt anzutreten.

Bleibt das Produktportfolio beider Unternehmen bestehen?

Im Portfolio bleiben wir hinsichtlich der Ausrichtung und den Einzelkomponenten her gleich. Wir kooperieren schon seit langem mit der Firma Zeitlauf, denn unser Produktprogramm passt sehr gut zusammen. Wir bei EBM-Papst sind Spezialisten für die Motorentechnik und haben sehr viel Know-how für Steuerungselektronik und Software. Bislang war aber die Getriebetechnik nicht mit an Bord. Diese kam bisher schon zu einem großen Anteil von Zeitlauf. Das wird auch weiterhin so bleiben, aber dort wo es geht werden wir die Wertschöpfung im eigenen Haus konzentrieren und die Systemtechnik in den Vordergrund stellen.

Inwiefern konnten Sie bereits von dem Know-how des Getriebespezialisten profitieren?

Profitieren konnten wir bereits von einem gemeinsamen Auftritt als eine Firma - unsere Kunden haben auf diese Kompetenzerweiterung sehr positives Feedback gegeben. Das Gewicht der Automatisierung in den Anwendungen nimmt zu. Deshalb steht der ganzheitliche Systemenansatz auch im Bereich Getriebe-, Motortechnik und Software bei vielen Kunden im Vordergrund, um technisch wie auch auf der Kostenseite das attraktivste System zu bieten.

Ab wann bieten Sie die neuen Komplettsysteme, sprich Antriebslösungen bestehend aus Motor, Getriebe und softwaregestützter Steuerungstechnik, an?

Die Lösungen haben wir heute schon verfügbar. Wir setzen bestehende Elemente entsprechend zusammen, entwickeln aber kein komplett neues Produkt. Wir geben unseren Mitarbeitern die Kompetenz, die beste Komplettlösung je nach Kundenwunsch zu erarbeiten. Die Schwerpunkte Getriebe, Motor, Elektronik und Software können individuell gesetzt werden und die Kunden haben einen zentralen Ansprechpartner, der das komplette Produktportfolio kennt.

Wie ist die Stimmung aktuell im Unternehmen und was sind die nächsten Meilensteine?

Aktuell finden Fortbildungen zu unserem Produktprogramm statt. Die Belegschaft in St. Georgen wird in Punkto Getriebe geschult, die Mitarbeiter in Lauf hinsichtlich Elektronik und Software. Wir werden in Zukunft aber auch die Prozesse der Zusammenarbeit stark beleuchten und den Entwicklungsprozess beider Firmen aufeinander abstimmen, so dass wir eine Sprache sprechen. Das betrifft zum Beispiel ein einheitliches EDV-System oder die Kennzahlen im Bereich Finanzen und Produktion. Bislang verlief der Integrationsprozess aus unserer Sicht sehr gut und auch das Feedback der Mitarbeiter war durchaus positiv.

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