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Text: Fragen: Mathis Bayerdörfer, A&D Foto: Schunk
Roko Tschakarow, Leiter des Geschäftsbereichs Mobile Greifsysteme bei Schunk, über den aktuellen Stand in der Servicerobotik sowie über das Programm der sechsten Expert Days on Service Robotics.

A&D: Welche Themen und Highlights erwarten die Besucher der Expert Days?

Während in den Anfängen der Schunk Expert Days on Service Robotics eher futuristisch anmutende Forschungsprojekte im Mittelpunkt standen, sind es heute, im sechsten Jahr der Veranstaltungsreihe, ganz konkrete Anwendungen in der Wirtschaft. So werden am 27. und 28. Februar unter anderem Experten von Bosch, Kuka, ABB und BMW über ihre aktuellen Projekte berichten. Aus gutem Grund trägt das Symposium in diesem Jahr den Titel Vision becomes Reality.

Wie entwickelt sich der Markt für Servicerobotik aktuell? Gibt es zunehmend echte Anwendungen in der Praxis?

In der Servicerobotik geht es mittlerweile um handfeste wirtschaftliche Interessen. So investieren immer mehr Beteiligungsgesellschaften in Startups im Bereich der Servicerobotik. Auch große Handels- und Industriekonzerne haben die Potenziale erkannt. Spätestens seitdem der Online-Händler Amazon den Anbieter für robotergestützte Lagerlogistik Kiva Systems für 775 Millionen US-Dollar übernommen hat, wurde deutlich, welche Relevanz die Servicerobotik in der Praxis hat. Die Industrie hat das Heft in die Hand genommen und arbeitet mit Hochdruck an konkreten Anwendungen. Im Mittelpunkt stehen vor allem Logistik-, Montage- und Prüfaufgaben. Wir erwarten, dass sich das Innovationstempo hier in den kommenden Jahren deutlich beschleunigen wird. Bereits für das laufende Jahr ist mit bahnbrechenden Neuheiten in den USA, in Südkorea, aber auch in Europa zu rechnen.

Welche Lehren sind aus der Industrierobotik zu ziehen? Wie hoch ist die Adaptionsmöglichkeit? Und was macht die Servicerobotik für das Unternehmen Schunk interessant?

Eine wichtige Erkenntnis ist, dass Industrieroboter und Serviceroboter kaum Gemeinsamkeiten haben. Ziele und Einsatzgebiete unterscheiden sich deutlich. Während Industrieroboter in einer klar abgegrenzten Zelle agieren, können Serviceroboter sich frei im Raum bewegen, was völlig andere Strategien und Lösungen erfordert. Die größte Schnittmenge ist das Greifen. Hier lassen sich Erfahrungen aus der Industrierobotik auf die Servicerobotik übertragen. Genau aus diesem Grund ist Schunk mit seinem umfassenden Know-how für Greifsysteme und mit seinen standardisierten Modulprogrammen auf beiden Gebieten so gefragt. Unserer Ansicht nach sind für den Erfolg von Servicerobotern drei Aspekte entscheidend: Ein hoher Standardisierungsgrad, ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und einfache Bedienung. Genau auf diese Punkte hin optimiert Schunk kontinuierlich seine Greifsystemprogramme.

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