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Mit einer Software und dem Device Type Manager für den Temperaturwandler, ist eine Parametrierung entsprechend der Applikation möglich. Bild: Friedrich Lütze
Temperaturmessung

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Gradgenau erkennen und regeln

Text: Klaus Wünschirs, Friedrich Lütze
In manchen Applikationen muss die Temperatur präzise gemessen werden. Mit deren Erfassen können gleichzeitig auch Meldungen, Vorwarnungen oder nur Informationen eines Prozesses aufgenommen werden. Die Wahl des Sensors, der entsprechende Temperaturbereich und das Ausgangssignal sollten dabei zur Applikation passen. Hier kommen parametrierbare Wandler zum Einsatz.

Ein Standard-Temperaturwandler von der Stange ist in punkto Genauigkeit oder Linearitätsfehler nicht schlechter als ein parametrierbarer Wandler. Er besitzt jedoch oft nur feste Temperaturbereiche, ein genormtes Ausgangssignal oder nur den Anschluss eines Sensors. Parametrierbare Wandler stellen dagegen eine Lösung dar. Allerdings gilt es zu beachten, dass es hier auch zahlreiche Unterschiede gibt.

So können parametrierbare Wandler per Schalter, mittels eines Adapters oder auch mit Hilfe einer Software eingestellt werden. Die Parametrierung per Schalter ist in den meisten Fällen sehr eingeschränkt oder nur in groben Bereichen möglich. Die Einstellungen per Software sind dagegen nahezu grenzenlos. Gleichzeitig beginnen an dieser Stelle jedoch die großen Probleme: Jeder Hersteller nutzt seine eigene Softwarelösung und der Anwender muss dadurch mehrere Tools kennen. Eine herstellerübergreifende Lösung ist, FDT/DTM zu verwenden.

Flexibel mit FDT/DTM

Mit FDT (Field Device Tool) wurde ein Standard geschaffen, mit dessen Hilfe Geräte unter verschiedenen Bedienoberflächen eingebunden werden können – vergleichbar mit dem Betriebssystem eines PC. FDT spezifiziert den Datenaustausch zwischen der Systemebene und den Feldgeräten, ist plattformunabhängig und der Name steht für eine standardisierte Schnittstelle (IEC PAS 62453). Lütze und andere namhafte Hersteller nutzen die Software Pactware, welche auf der FDT-Technik basiert. Pactware kann zur Planung, Inbetriebnahme, während des Betriebs sowie zur Instandhaltung und Wartung verwendet werden.

Zur Bedienung von Geräten oder Garätefamilien werden spezielle DTM (Device Type Manager) verwendet. Diese stellen den spezifischen Gerätetreiber dar und enthalten alle parametrierbaren Eigenschaften. So ist die Anzeige von Messwerten, eine graphische Unterstützung der Bedienung, eine Diagnosefunktion oder eine Offline- und Online-Parametrierung möglich.

Pactware und das DTM für den Temperaturwandler LCON-TA von Lütze ermöglichen eine Parametrierung entsprechend der Applikation. Beispielsweise kann damit für den Sensor PT100 mit einer 4-Leitertechnik ein Temperaturbereich von –15 bis +55 °C und ein Ausgangssignal von 5 bis 9 V gewählt werden. Ein Temperaturgrenzwertschalter wie etwa LCON-TLS, kann bezüglich Grenzwerten, Fenster, Hysterese, Tendenzüberwachung, Verzögerung, Alarmfunktion und vielem mehr parametriert werden.

Softwaretool für alle Fälle

Anwender erhalten mit Pactware und dem herstellerspezifischen Device Type Manager ein Softwaretool für alle Applikationen. Einsätze in der Prozess- und Verfahrenstechnik, Windenergie, Baumaschinen und allgemeiner Mess- und Regelungstechnik sind denkbar.

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