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Mit einem Roboter lassen sich auch schwere Materialien für die additive Fertigung verwenden. Bild: Yaskawa
Sandförmchen

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Roboter als 3D-Drucker

Unter dem Titel Artifacts setzt sich der aus Israel stammende Kunststudent Jon McTaggart bewusst mit dem Gegensatz zwischen der Einmaligkeit eines Kunstwerkes und den Möglichkeiten technischer Reproduktion auseinander. Eine Demonstration seines Schaffens zeigte er auf dem DMY International Design Festival in Berlin. Das Ergebnis besteht zum Beispiel aus Schalen und anderen geometrischen Formen, die einerseits auf digitalen Entwürfen basieren und andererseits aus ganz individuellen Werkstoffen bestehen. Dabei konzentriert sich der Designer vor allem auf Sand und Erde, die für ihn einen bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt repräsentieren.

Auf der Suche nach einer technischen Möglichkeit, den Sand in die gewünschten Formen zu bringen und zu fixieren, experimentierte McTaggart zunächst mit verschiedenen 3D-Druckern. Allerdings kamen diese mit dem schweren Material nicht zurecht. Die Lösung brachte schließlich ein Motoman MH250 von Yaskawa. Für das Modell sprach aus McTaggarts Sicht die Verbindung von großer Präzision und Flexibilität bei hoher Tragkraft. Zu Demozwecken kam in Berlin ein kleinerer Motoman MH6-10 zum Einsatz.

Auf dem Roboter-Manipulator sitzt ein Dosiersystem. Dieses bringt einen lebensmittelechten Klebstoff exakt an den vorgegebenen Punkten in die Sandmasse ein. Die teils hochkomplexen Geometrien programmiert der junge Künstler in einer handelsüblichen 3D-Software. Über eine Schnittstelle werden die Daten dann in die Roboter-Steuerung übernommen.

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