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Automatisierung im Fokus

Distrelec wendet sich als Distributor seit über 60 Jahren an den Markt. Gestartet als klassischer Kataloghändler im Elektronikbereich, bietet das Unternehmen heute auch das komplette Spektrum an Automatisierungstechnik und Sensorik sowie ein breites Dienstleistungsportfolio.

Wenn es um die Distribution von kleinen und mittleren Mengen geht, sind vor allem Verfügbarkeit und Lieferzeit gefragt. Distrelec verschreibt sich seit mehr als 60 Jahren diesen Ansprüchen. Gegründet von der Familie Schuricht im Jahr 1949, kann das Unternehmen auf eine lange Vergangenheit zurückblicken und verfügt über entsprechende Erfahrung in der Distribution von Elektronik und Elektrotechnik. Die Wurzeln finden sich im Geschäft mit Halbleiterelementen. Von dieser Basis aus hat das Unternehmen sein Angebot den Marktanforderungen entsprechend in Richtung elektronischer Bauteile und Module ausgebaut und darüber hinaus. „Weil sich unser Gebiet zunehmend auf das Ersatzteilgeschäft beschränkte, haben wir vor mehr als 15 Jahren die strategische Entscheidung getroffen, in den Vertrieb von Automatisierungskomponenten einzusteigen“, erinnert sich Christian Lelonek, Prokurist im Hause Distrelec, an die richtungsweisende Erweiterung des Portfolios. „Heute sehen wir in diesem Bereich eine tragende Rolle für die Zukunft und bauen dieses Segment stetig aus.“ Parallel zur Antriebs- und Steuerungstechnik hat das Unternehmen auch umfassende Vertriebs- und Beratungskompetenz auf dem Feld der klassischen Sensorik, also dem Messen physikalischer Größen, aufgebaut.Das Geschäftsmodell von Distrelec ist historisch gewachsen. „Wir kommen aus dem Geschäft mit Kleinmenge und hier liegt auch eine unserer Stärken“, sagt Lelonek. „Noch heute gilt das Motto: Bestellung ab einem Stück.“ Es gibt keinen Mindestauftragswert, es gibt keine Mindestbestellmengen. Aber Distrelec ist längst auch im mittleren Mengenbereich angekommen und bietet seinen Kunden entsprechende Stückzahlen für die Kleinserienproduktion.

Konzentration auf digitale Kanäle

1958, bereits neun Jahre nach Gründung, stellte das Unternehmen seinen Kunden einen ersten Katalog zur Verfügung. Trotz Einzug der digitalen Medien gibt es das gedruckte Produktverzeichnis auch für das Jahr 2012. „Schon vor vielen Jahren hieß es: Der Katalog ist tot“, erinnert sich Lelonek. „Da sind wir anderer Meinung: Der Katalog ist alles andere als tot, er hat immer noch seine Daseinsberechtigung.“ Dennoch haben sich die Gewichtungen zugunsten neuer Bestellwege verschoben. Den Einstieg in das Internetgeschäft und den Online-Vertrieb beschreibt Prokurist Lelonek als wichtigen Meilenstein des Unternehmens: „Wir haben 1997 als erster in Deutschland einen kompletten Online Shop zur Verfügung gestellt.“ Im gleichen Jahr folgte auch die erste vollfunktionale Bestell-CD-Rom des Distributors. Es habe natürlich auch Lehrgeld gekostet, sagt Lelonek heute. „Das lässt sich nicht vermeiden, wenn man als Pionier neue Entwicklungen voran treibt.“ Rückblickend sei es aber der richtige Schritt gewesen. Deswegen setzte der Distributor auch früh auf E-Procurement. Diese direkte Anbindung von Kundensystemen über elektronische Schnittstellen hat sich zu einer echten Alternative des Webshops entwickelt. „Mit der freien Wahl des Bestellwegs hat sich Distrelec im Markt einen Namen gemacht“, sagt Lelonek. „Davon profitieren wir bis heute.“Die elektronischen Medien eröffneten der Distribution neue Dimensionen: Im aktuellen Katalog bietet Distrelec rund 100000 Artikel an, das Sortiment im Netz hingegen umfasst insgesamt 500000 Produkte. Und es werden kontinuierlich mehr, jede Woche kommen rund 400 Artikel zum Angebot des Händlers dazu. So führen die digitalen Bestellmöglichkeiten und die stetig wachsende Produktvielfalt zu einem höheren Umschlag. Um dieser Menge in der Logistik Herr zu werden, hat Distrelec das Logistikzentrum am Standort Achim bei Bremen im Jahr 2003 vollständig modernisiert und die Zahl der Lagerorte um 30 Prozent erweitert. Im Ausbau der Infrastruktur sieht Lelonek eine lohnende Investition: „Wir sehen die Zukunft im Web. Hier hat der Kunde eine viel größere Auswahl.“ So bestellen etwa 70 Prozent der Neukunden über den Online-Shop. „Das bestätigt uns in unseren Prioritäten: schneller Zugang, einfach Produkte finden, große Auswahl“, so Lelonek. Doch kein Kunde wird zur digitalen Bestellung gezwungen. Eine erhebliche Anzahl an Stammkunden bestelle ganz klassisch, zum Beispiel per Telefon oder Fax, betont Lelonek. „Unsere internen Prozesse decken nach wie vor alle Bestellkanäle ab.“

Stark im Unternehmensverbund

Seit 2001 ist das Unternehmen im Dätwyler-Konzern integriert. Dadurch kam es zum Zusammenschluss mit dem Schwesterunternehmen in der Schweiz als heutige Distrelec. Gemeinsam betreibt dieser Verbund drei Vollsortimentslager: eines in der Nähe von Stockholm, eines in Achim bei Bremen und eines in der Züricher Region. „So decken wir ganz Europa ab“, sagt Lelonek. Stockholm bedient Osteuropa, Bremen übernimmt Westeuropa und Zürich versorgt Italien, Österreich und die Schweiz. Sollte ein Produkt in einem Logistikzentrum nicht verfügbar sein, springen die beiden anderen Standorte ein, so dass der Kunde seine Ware trotzdem schnell erhält. „Wir begleiten unsere Kunden bei Bedarf weltweit“, erklärt Lelonek. Distrelec unterstützt Maschinen- und Anlagenbauer auch bei Projekten in Fernost, setzt an dieser Stelle aber bewusst keinen Schwerpunkt. „Unser strategischer Fokus liegt auf Europa – hier verfolgen wir das Ziel als einer der großen Player die Führungsrolle zu übernehmen.“

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